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Frankfurt/Main (ddp) Trotz aller Konjunktursorgen geben die
Steuerschätzer vorerst Entwarnung für die öffentlichen Haushalte.
Rüdiger Parsche vom Münchner Ifo-Institut sagte der «Frankfurter
Rundschau (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht: «Frühestens im
nächsten Jahr wird sich die konjunkturelle Abschwächung bei den
Steuereinnahmen deutlicher bemerkbar machen. Zwar sei im zweiten
Quartal die Wirtschaft offenbar stärker geschrumpft als gedacht. Doch
umgekehrt profitierten die Finanzminister von den kräftigen
Preissteigerungen.
Diese führten bei vielen Steuern zu
Mehreinnahmen, etwa bei der
Mehrwertsteuer oder mittelbar, bei steigenden Löhnen, auch bei der
Lohnsteuer, sagte Parsche «Das Wachstum fällt kleiner, die Inflation
größer aus als angenommen. Beides gleicht sich derzeit noch in etwa
aus, sagte er.
Heinz Gebhardt vom Rheinisch-Westfälischen Institut für
Wirtschaftsforschung sagte dem Blatt, er rechne nicht mit einem
Einbruch der Steuern und verwies auf die relativ vorsichtige
Vorhersage der offiziellen Steuerschätzung Im ersten Halbjahr hätten
sich die Steuereinnahmen etwas günstiger entwickelt als bei der
Steuerschätzung erwartet. «Ob es bei dem erzielten Mehraufkommen im
laufenden Jahr bleibt, hängt von der weiteren konjunkturellen
Entwicklung ab, sagte Gebhardt.
In der ersten Hälfte 2008 flossen der zeitung zufolge fast 250
Milliarden Euro an Steuern an Bund und Länder Das entspricht einem
Plus von 5,9 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2007. Für die
reinen Gemeindesteuern lagen noch keine Daten vor. Die Steuerschätzer
hatten für das Gesamtjahr eine Zunahme um 3,0 Prozent prognostiziert.
(ddp)
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