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München (ddp-bay) Der CSU-Vorsitzende Erwin Huber bringt mit
einem milliardenschweren Steuerentlastungspaket die CDU in Zugzwang.
Vor der Klausurtagung der Unions-Fraktion in der kommenden Woche
verlangt Huber unter anderem, die Beiträge zur gesetzlichen
Krankenversicherung «sollen für alle in voller Höhe steuerlich
abzugsfähig sein, wie die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
berichtet.
Zudem wolle die CSU den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung schon
vom 1 Januar 2009 an statt auf 3,0 Prozent auf 2,8 Prozent senken.
Das Kindergeld soll gleichmäßig für alle Kinder ebenfalls
vom Beginn
des nächsten Jahres an um zehn Euro im Monat erhöht werden, der
Kinderfreibetrag um 200 Euro.
Huber befürchtet, dass sich ohne diese Entlastungen die Konjunktur
abschwächen könnte Hohe Preise für Energie und Lebensmittel ließen
den Menschen immer weniger im Geldbeutel übrig und würden zu einer
Gefahr für die Konjunktur. Huber argumentierte: «Gerade in
konjunkturell schwierigen Zeiten darf der Staat nicht zusätzliche
Milliarden aus dem Wirtschaftskreislauf herausziehen. Die
Mehreinnahmen des Staates entwickeln sich sonst zu einem
Konjunkturrisiko wie eine Zinserhöhung.
Die CSU will mit ihrem Zehn-Punkte-Entlastungspaket in die
Vorstandsklausur der Unions-Fraktion am 10 und 11. September in
München gehen. Er sieht die seit langem geforderte Rückkehr zur alten
Pendlerpauschale vor, eine Ankurbelung des Mietwohnungsneubaus durch
eine Verdoppelung des Abschreibungssatzes von zwei auf vier Prozent,
steuerliche Maßnahmen zur Förderung der «energetischen
Modernisierung von Gebäuden, eine «eigentums-, mittelstands- und
landwirtschaftsfreundliche Erbschaftssteuer sowie die Verlängerung
der Laufzeiten sicherer deutscher Kernkraftwerke zur Stabilisierung
des Strompreises.
(ddp)
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