|
Leipzig (ddp) Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
fordert die Bundesländer zum Stopp der geplanten Mauterhöhung auf.
Eine Verteuerung der Lkw-Maut um mindestens 40 Prozent in der
günstigsten Schadstoffklasse bringe viele Transportunternehmen, die
durch die hohen Energiepreise ohnehin stark belastet seien, an den
Rand ihrer Existenz, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben
der «Leipziger Volkszeitung (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht.
Nach jüngsten Berechnungen des DIHK sei von den für 2009 erwarteten
1,6 Milliarden Euro Mehreinnahmen rund eine Milliarde Euro zum
Stopfen
von Haushaltslöchern vorgesehen. Gerade einmal 300 Millionen
Euro kämen dem Ausbau des Fernstraßennetzes zugute.
Weitere 300 Millionen Euro seien als «vergifteter Köder in Form
von gewerblichen Unterstützungsmaßnahmen für den Güterkraftverkehr
vorgesehen, kritisierte Wansleben Die Zahlen zeigten, dass es der
Bundesregierung nicht um den Ausbau des Straßennetzes gehe, sondern
um frisches Geld für den allgemeinen Haushalt. Der DIHK forderte Bund
und Länder auf, die Finanzierung der Verkehrswege neu zu konzipieren,
«anstatt das Transportgewerbe immer weiter wie eine Zitrone
auszupressen.
Die durchschnittliche Maut für Lastwagen soll nach den
umstrittenen Plänen der Bundesregierung zum 1 Januar 2009 von 13,5
Cent auf 16,3 Cent pro Kilometer steigen. Die Verkehrsminister des
Bundes und der Länder beraten das Thema ab Dienstag bei ihrer
Herbsttagung.
(ddp)
| |
|