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AFP Deutscher Export boomt im ersten Halbjahr
von AFP
Donnerstag 7. August 2008, 14:41 Uhr
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Trotz der befürchteten Konjunktur-Abschwächung boomt der Export aus Deutschland weiterhin: Die deutschen Ausfuhren legten im ersten Halbjahr 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,9 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Der Ausstoß im Produzierenden Gewerbe stieg im Juni preis- und saisonbereinigt um 0,2 Prozent, im gesamten zweiten Quartal ging die Erzeugung jedoch um 1,7 Prozent zurück.
Von Januar bis Juni seien im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2007 Waren im Wert von 511,2 Milliarden Euro ausgeführt worden, teilten die Wiesbadener Statistiker mit. Zugleich stiegen
die Importe demnach um 7,4 Prozent auf 407,8 Milliarden Euro. Damit schloss die Außenhandelsbilanz in diesem Zeitraum mit einem Überschuss von 103,4 Milliarden Euro ab. Hauptzielländer der deutschen Exporte waren die übrigen EU-Staaten. Einen deutlich stärkeren prozentualen Zuwachs gab es jedoch beim Handel mit Nicht-EU-Ländern.
Im Einzelnen exportierten deutsche Unternehmen in den ersten sechs Monaten des Jahres in andere EU-Mitgliedstaaten Waren im Wert von 330,1 Milliarden Euro, ein Plus von 5,0 Prozent. Aus diesen Ländern wurden gleichzeitig Waren im Wert von 265,9 Milliarden Euro nach Deutschland eingeführt, ein Plus von 6,8 Prozent. Die Exporte in Staaten außerhalb der EU blieben mit 181,1 Milliarden Euro deutlich niedriger, stiegen damit allerdings um 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dem standen Einfuhren im Umfang von 141,9 Milliarden Euro gegenüber, ein Plus von 8,6 Prozent.
Der Außenhandelsverband BGA warnte jedoch, das Abkühlen der Weltwirtschaft hinterlasse "Spuren in den Auftragsbüchern". "Daher muss alles getan werden, um auch zukünftige Erfolge im Außenhandel zu sichern", forderte BGA-Präsident Anton Börner.
Die deutsche Industrieproduktion legte im Juni um ein halbes Prozent zu. Insgesamt stieg der Ausstoß des Produzierenden Gewerbes - Industrie, Energiebranche und Bauhauptgewerbe - nach einem Rückgang im Mai im Juni um 0,2 Prozent, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Anders als die Industrie musste das Bauhauptgewerbe im Juni jedoch einen deutlichen Produktionsrückgang um 2,1 Prozent wegstecken.
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