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FRANKFURT (dpa-AFX) - Bankenpräsident Klaus-Peter Müller hat vor überzogener Regulierung als Antwort auf die Finanzmarktkrise gewarnt. "Wir lehnen keine zusätzlichen Regulierungen ab, müssen aber sehen, dass dabei nicht übers Ziel hinausgeschossen wird", sagte Müller am Mittwochabend im Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten (ICFW). Die "Innovationskraft der Finanzmärkte" dürfe nicht eingeschränkt werden. Müller sprach sich zudem gegen "europäische Alleingänge" in dieser Frage aus: "Internationale Krisen bedürfen auch internationale Lösungen."
SCHWIERIGES BANKENJAHR 2008 werde "ein schwieriges Bankenjahr für
alle Bankengruppen bleiben", sagte Müller. "Ein Ende der Krise ist aus meiner Sicht nicht abzusehen." Die Märkte seien noch sehr fragil, ein Ende des Verfalls der Immobilienpreise in den USA sei nicht absehbar. Vom US-Markt für schlecht besicherte Hypothekenkredite (subprime) hatten die Turbulenzen vor mehr als einem Jahr ihren Ausgang genommen.Infolge der Krise sei die Neuordnung der Branche in Deutschland "scheinbar in Schwung gekommen", sagte Müller. Kreisen zufolge verhandelt die Commerzbank (Xetra: 803200 - Nachrichten) seit Wochen mit dem Versicherer Allianz über einen Kauf von dessen angeschlagener Tochter Dresdner Bank. Müller sagte: "Wir sind aktive Teilnehmer an der Bankenkonsolidierung." Auch die Postbank gilt als Übernahmekandidat. Der Bankenpräsident forderte, auch Fusionen über die einzelnen Sektoren hinaus müssten möglich werden: Das starre Drei-Säulen-System mit privaten Banken, öffentlich-rechtlichen Instituten und Genossenschaftsbanken halten viele Experten schon lange für hemmend. /jb/DP/js
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