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Panik in London: Bankaktien brechen dramatisch ein
Dienstag 7. Oktober 2008, 14:59 Uhr

 


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Panik in London: Bankaktien brechen dramatisch ein
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London (dpa) - Nach dem Schwarzen Montag an der Londoner Börse haben am Dienstag erneut Aktien britischer Großbanken stark an Wert verloren. Größter Verlierer war die Royal Bank of Scotland (RBS), deren Aktie zwischenzeitlich um 39 Prozent einbrach.

Auch noch am frühen Nachmittag lag sie um über 24 Prozent im Minus. Auch die Titel der Großbanken Lloyds TSB, HBOS und Barclays gingen erneut stark zurück.

Die neuerlichen Verluste wurden durch Berichte ausgelöst, wonach sich die Chefs der Banken mit Finanzminister Alistair Darling getroffen haben, um weitere Finanzspritzen oder Rettungspläne
zu erörtern. Die BBC berichtete, dass RBS, Barclays und Lloyds TSB jeweils rund 15 Milliarden Pfund (19,3 Milliarden Euro) frisches Kapital bräuchten. RBS und Barclays wiesen diese Darstellung zurück. Durch das Dementi wurden die Verluste der beiden Banken ein wenig gedämpft.

Bereits am Vortag war RBS neben anderen Bankentiteln mit einem Minus von 20 Prozent am stärksten von dem Einbruch betroffen gewesen. Zuvor war die Zahlungsfähigkeit von RBS von der Rating-Agentur Standard & Poor's heruntergestuft worden war. Damit wurde es für RBS noch schwerer, sich Geld von anderen Banken zu leihen. Am Montag war der Leitindex FTSE 100 um fast 8 Prozent eingebrochen. Das war der stärkste prozentuale Verlust an einem Tag seit 1987. Am Dienstag erholte sich das Börsenbarometer bis zum frühen Nachmittag um 1,6 Prozent.

Seit Wochenbeginn wird in Großbritannien darüber spekuliert, ob der Staat mit Steuergeldern eine Beteiligung an angeschlagenen Banken kaufen könnte, um das System wieder zum Laufen zu bringen. Schatzkanzler Darling war während einer Rede im Parlament am Montag darauf nicht eingegangen. Ein Sprecher des Finanzministeriums erinnerte am Dienstag aber an Darlings Zusage, alles zu unternehmen, um die Stabilität des Bankensystems aufrechtzuerhalten

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