|

dpa
«Spiegel»: Mobilfunklizenz-Auktion droht zu platzen
Samstag 7. November 2009, 15:33 Uhr

 

Hamburg (dpa) - Die Bundesregierung muss ihre Hoffnung auf Milliardeneinnahmen aus der geplanten Versteigerung neuer Mobilfunklizenzen nach einem «Spiegel»-Bericht wohl vorerst begraben.

Die EU-Kommission hege erhebliche Zweifel an der Ausgewogenheit der Auktion und bereite ein Vertragsverletzungsverfahren vor, berichtet das Nachrichtenmagazin in seiner neuen Ausgabe. Ein entsprechendes Verwaltungsschreiben solle noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden.

Bei der für Frühjahr geplanten Auktion sollten Funkfrequenzen versteigert werden, die Rundfunk- und TV-Anstalten nicht mehr benötigen. Auf ihnen
soll ein flächendeckendes, schnelles Internet auf Funkbasis aufgebaut werden. Die entsprechenden Nutzungsrechte sollten nach dem Willen der EU wettbewerbsneutral in jedem Mitgliedstaat an neue Anbieter und bestehende Mobilfunkfirmen vergeben werden.

Doch statt die vier Anbieter Vodafone, Deutsche Telekom, O2 und E-Plus ausgewogen mit Frequenzen zu versorgen, wählte die Bundesregierung ein Auktionsmodell, das hohe Profite verspricht. Die kleinen Firmen würden dabei möglicherweise stark benachteiligt und könnten sogar völlig leer ausgehen, schreibt der «Spiegel». Schon vor Wochen hätten sich E-Plus und O2 darüber erfolglos bei der Bundesnetzagentur beschwert. Mit dem Verfahren, so ihr Vorwurf, würde ihnen ein Teil der Geschäftsgrundlage entzogen. Die Unternehmen bereiteten gerichtliche Schritte vor.

Fügen Sie Nachrichten zum Thema Internetbranche Ihrer persönlichen MeinYahoo! Seite hinzu! Yahoo! Nachrichten zum Thema Internetbranche als RSS Feed
RSS

Jetzt diskutieren Mail
Per Mail senden




Diese Nachrichten dienen ausschließlich zur privaten Information des Nutzers. Eine Vervielfältigung, Veröffentlichung oder Speicherung in Datenbanken sowie jegliche Form von gewerblicher Nutzung oder die Weitergabe an Dritte sind nicht gestattet. dpa haftet nicht bei Fehlern oder Störungen im Dienstbetrieb, bei Lieferschwierigkeiten, inhaltlichen oder textlichen Fehlern, außer in Fällen groben Verschuldens. Für den Fall, daß Sie Nachrichten der dpa weitergeben, veröffentlichen, speichern oder gewerblich nutzen möchten, wenden Sie sich bitte an: Deutsche Presse-Agentur GmbH, dpa-Verkauf, Mittelweg 38, 20148 Hamburg.

Copyright © 2009 Yahoo!. Alle Rechte vorbehalten. Alle Rechte vorbehalten.
Feedback & Kritik | Wir über uns | Jobs@Yahoo! | AGB | Rechtlicher Hinweis