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Frankfurt (BoerseGo.de) - Alle brauchen Geld, auch die Banken. Wenn die Mittel wirklich knapp werden, wird sogar das Tafelsilber verkauft. Das gilt auch für Barclays. Die Nachrichtenagentur AP berichtet soeben, dass der Londoner Finanzkonzern seine ETF-Tochter iShares verkauft hat. Damit waren die Briten Weltmarktführer bei den ETFs, also börsengehandelten Fonds. Der Weltmarktanteil von iShares wird von Experten auf knapp 50 Prozent beziffert. Laut AP erwarb die europäische Private Equity Firma (im Jargon: "Heuschrecke) CVC Capital Partners Group dieses Kronjuwel und legte dafür 4,4 Milliarden Dollar hin. Damit hätten die Briten einen
Nettogewinn von 2,2 Milliarden Dollar erlöst, heißt es.Wie es sich für eine pfiffige Bank gehört, finanziert Barclays diese Transaktion auch noch teilweise selbt. Die Briten geben CVC Capital Partners Group 3,1 Milliarden Dollar des Verkaufserlös zurück. Dafür erhalten sie 20 Prozent der Erträge aus den iShares, sobald CVC ein bestimmtes Minimum aus dem Fondsgeschäft verdient. Mit dieser Transaktion können die Londoner ihr Eigenkapital aufstocken und sind damit in der Lage staatliche Kredite auszuschlagen, die einer Verringerung der Selbstständigkeit bedeutet hätten. Barclays steigen an der London Stock Exchange um 10 Prozent auf 173,90 Pence.
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