Stuttgart (www.rohstoffe-go.de [Link 1]) Eine nachhaltige Erholung der Basismetallpreise ist zunächst noch nicht zu erwarten, doch die konstante Nachfrage aus China und jüngste Produktionsbeschränkungen der Minenunternehmen scheinen dazu zu führen, dass die Tiefs des vergangenen Jahres wohl als Boden der Marktentwicklung halten werden, so die Experten von ETF Securities.
Sie erwarten zumindest kurzfristig eine mehr oder weniger konstante Preisentwicklung bei Metallen wie Kupfer, Zink, Nickel und Aluminium solange es nicht zu unerwarteten Markterschütterungen wie zum Beispiel einem weiteren Rückgang der Nachfrage aus China oder einer
Ausweitung der weltweiten Finanzkrise kommt. Dass die Industriemetalle auf das Niveau ihrer Tiefststände zurück fallen, sieht ETF Securities als unwahrscheinlich an, wenn nicht wirklich entsetzliche Neuigkeiten herauskommen, sodass man davon ausgeht, dass die Basismetalle ihren Boden gefunden haben.Die Preise für Basis- oder Industriemetalle gingen den Großteil des vergangenen Jahres über zurück, fielen aber gegen Ende 2008 noch einmal besonders stark, als die Finanzkrise ihr volles Ausmaß erreichte. Zwar notieren die Preise immer noch deutlich unter den Hochs der Vergangenheit, Nickel beispielsweise liegt rund 80 Prozent unter den Hochs aus 2007, doch die jüngsten Preiserholungen, vor allem beim Kupfer, haben Hoffnungen entfacht, dass der Markt seinen Boden gefunden hat. Was es wiederum einigen Minenfirmen erlaubte, lange benötigtes Kapital durch die Ausgabe von Wertpapieren aufzunehmen.
ETF Securities geht davon aus, dass die Preise in der näheren Zukunft durch das enorme Infrastrukturprogramm der chinesischen Regierung gestützt werden. Starke Zuwächse seien aber unwahrscheinlich, da die Nachfrage insgesamt noch schwach und die Lagerbestände hoch seien.
Langfristig allerdings könnten die Preise stark anziehen, da eine Wiederbelebung der weltweiten Nachfrage dann auf ein geschrumpftes Angebot treffen werde. Viele Minenfirmen haben, um die Finanzkrise und die damit einhergehende Kapitalknappheit zu überstehen, nicht nur ihre Explorationsbudgets gekürzt sodass weniger neue Entdeckungen zu erwarten sind sondern auch die Produktion heruntergefahren.
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