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ROUNDUP: Arques sieht bessere Chancen für Actebis-Börsengang - Noch 2008
Freitag 9. Mai 2008, 10:10 Uhr

 

STARNBERG (dpa-AFX) - Die Beteiligungsgesellschaft ARQUES Industries sieht eine Aufhellung des Börsenklimas in Deutschland und verbesserte Chancen für einen Börsengang des IT-Großhändlers Actebis noch in diesem Jahr. "Ich rechne nun zu 80 Prozent damit, dass es mit dem Schritt an die Börse noch 2008 etwas werden kann", sagte der Arques-Vorstandsvorsitzende Michael Schumann der Finanznachrichten-Agentur dpa-AFX am Freitag. Ende März hatte er eine 50-50-Chance gesehen und auch das Erreichen des operativen Gewinnziels daran geknüpft. Das EBITDA-Ziel von 275 Millionen Euro für 2008 stehe weiterhin, sagte Schumann.

KEINE ABWERTUNGEN

Den
derzeit niedrigen Aktienkurs begründet Schumann mit verlorenem Vertrauen der Anleger in Arques. "Der Wechsel im Management hat zu einem Vertrauensverlust an den Kapitalmärkten geführt." Dies müsse die neue Unternehmensführung nun wieder ändern. Wertreduzierungen für Beteiligungen wie sie zuletzt bei dem Getriebehersteller Jahnel-Kestermann vorgenommen wurden, erwartet der Arques-Chef nicht: "Wir gehen davon aus, dass wir bei allen unseren Beteiligungen jetzt eine realistische Basis der NAVs (Nettovermögenswerte) haben und Abwertungen in naher Zukunft nicht sehen. Ganz im Gegenteil sind es eher konservative Betrachtungen."

Insgesamt plant das Unternehmen in diesem Jahr nach wie vor die Veräußerung von fünf bis sieben Unternehmen, drei sind schon verkauft. Ganz vorne in der Pipeline stehen laut Schumann der Golfeinzelhändler Golfhouse sowie zwei Chemieunternehmen. "Golfhouse verkaufen wir auf jeden Fall noch dieses Jahr." Der Einzelhändler sei praktisch fertig saniert und es gebe schon Gespräche mit Investoren. Auch bei Oxxy Nova und der Rohner AG könnte es noch 2008 mit dem Verkauf klappen. Am liebsten sind Schumann strategische Investoren. "Die haben in der Vergangenheit meist den besten Preis geboten und das beste Zukunftsmodell für das Unternehmen."

'FINANZKRISE HAT UNS IN DIE HÄNDE GESPIELT'

Auch das Ziel, im Gesamtjahr 10 bis 15 Unternehmen zu kaufen, gilt dem Arques-Chef zufolge weiterhin. Dabei sieht sich die Gesellschaft durchaus als ein Profiteur der Finanzkrise. Der Kauf des spanischen Kurierdienstes ASM im April zu einem "symbolischen Kaufpreis" sei dadurch zum Schnäppchen geworden. "Da hat uns die Finanzkrise in die Hände gespielt", sagte Schumann. "Auch jetzt gehen wir davon aus, dass sich noch Chancen für uns ergeben. Wir verhandeln mit dem einen oder anderen", sagt er, nannte aber keine näheren Details. Am 21. Mai wird die Beteiligungsgesellschaft die Zahlen für das erste Quartal vorlegen./sc/zb/he

 


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