|
|
|
Fundresearch.de
Biotech: Gewinne sind die beste Medizin
von
-ff-
Donnerstag 9. Oktober 2008, 15:30 Uhr
|
Ausgerechnet der Biotechsektor haelt sich derzeit sehr gut. Ist das neue Vertrauen gerechtfertigt? Wir fragten Deka-Fondsmanager Kai Bruening (Foto) und Allianz-Expertin Nicole Papassavvas."Fuenf Jahre hat Biotechnologie ein Mauerbluemchendasein gefuehrt"
Es ist ein denkbar unvorhergesehenes Comeback. Betrachtet man den Nasdaq-Biotechnologieindex im Vergleich zu Dow Jones oder S&P 500, dann laufen alle drei seit Anfang des Jahres parallel. Bis sich etwa Mitte Juni S&P und Dow nach unten verabschiedeten und die Biotechaktien zu klettern begannen. Biotechfonds praesentieren sich seit Anfang des Jahres mit allenfalls
moderaten Verlusten. Eine Seltenheit im aktuellen Marktumfeld. (Siehe: www.finanzen.net/fonds)
Ausgerechnet Biotech. Seit der Technologieblase vor acht Jahren wurden in diesem Sektor immer neue Kursraketen versprochen. Gezuendet haben sie selten. "In den vergangenen fuenf Jahren hat die Biotechnologie immer ein Mauerbluemchendasein gefuehrt und beinahe staendig schlechter abgeschnitten als der Markt", sagt Kai Bruening, Manager des DekaLux-BioTech TF (WKN DK1A3Z).
Immer mehr Biotechfirmen schreiben schwarze Zahlen
Ein Zeitraum, in dem viele Biotechunternehmen reifer und ihre Aktien guenstiger geworden sind und in dem ein Imagewandel stattfand. "Frueher war das ein Nischensektor. Heute sind einige Unternehmen auch in großen Indizes wie dem S&P 500 vertreten und wecken auch das Interesse der Generalisten", beobachtet Nicole Papassavvas, die den Allianz-dit Biotechnologie (WKN 848186) betreut.
Auch Kai Bruening denkt, dass die forschungsintensiven Firmen heute eher wie Pharmaunternehmen wahrgenommen werden "nur mit hoeherem Wachstum", ergaenzt der Deka-Manager. Statt Hoffnung bieten jetzt weit mehr Biotechfirmen erfolgreiche Medikamente und schwarze Zahlen. Und waehrend Anleger die Branche verschmaehten, entdeckten strategische Investoren Kaufgelegenheiten.
"20er KGV zweistelliges Wachstum nicht zu teuer"
"Aktuell treiben vor allem uebernahmen den Sektor an", sagt Kai Bruening. Fuer Nachschub in der Pipeline sind Pharmaunternehmen bereit, tief in die Tasche zu greifen: Im April kaufte der japanische Pharmakonzern Takeda die amerikanische Millennium und bot dabei ueber 50 Prozent Praemie auf den Aktienkurs. Drei Monate spaeter faedelte Roche die 43,7-Milliarden-Offerte fuer Genentech ein, und aktuell moechte Bristol-Myers fuer ueber fuenf Milliarden Dollar Imclone uebernehmen.
"Fuer ein zweistelliges Wachstum ist ein Kurs/Gewinn-Verhaeltnis von 20 aufgrund des langen Patentschutzes nicht zu teuer", sagt Papassavvas. Interessant sind vor allem Firmen mit patentierten Technologien, auf deren Basis verschiedenste Medikamente entwickelt werden koennen. Denn das verspricht langfristig Zukunftschancen.
Weitere Nachrichten von Fundresearch.de auf Yahoo! Finanzen
|
|