Wegen der sich abzeichnenden Neuordnung des deutschen Bankensektors verhandeln die Beschäftigten der Dresdner Bank mit der Konzernführung derzeit offenbar über Regelungen zum Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Seit Wochen liefen Gespräche zwischen Arbeitnehmervertretern und Management, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Demnach will die Arbeitnehmerseite betriebsbedingte Kündigungen für 18.000 Beschäftigten in den kommenden vier oder fünf Jahre ausschließen. Bei einer Fusion von Teilen der Dresdner Bank mit einem anderen Kreditinstitut wären tausende Arbeitsplätze
bedroht.
Deutschlands viertgrößtes Finanzinstitut hatte im März angekündigt, sein Privat- und Firmenkundengeschäft mit 18.000 Beschäftigten vom Bereich Investmentbanking mit 10.000 Beschäftigten trennen zu wollen. Nach einer solchen Aufspaltung wäre der Weg (WEGE3.SA - Nachrichten) frei für die Fusion oder den Verkauf der beiden Firmenteile an andere Finanzinstitute. Dabei gilt ein Verkauf des Privat- und Firmenkundengeschäfts in Finanzkreisen als wahrscheinlich.
Die Finanzbranche spekuliert seit Monaten über eine Neuordnung der deutschen Bankenlandschaft. So will sich unter anderem die Post von ihrer Finanztochter Postbank trennen. Auch die deutschen Filialen der Citibank stehen zum Verkauf. Als mögliche Fusionspartner für die das Privat- und Firmenkundengeschäft der Dresdner Bank werden die Postbank oder die Deutsche Bank gehandelt. Daneben hat auch die Commerzbank Interesse an der Übernahme anderer Kreditinstitute angekündigt, wird selbst jedoch ebenfalls als mögliches Kaufobjekt betrachtet. Auch den Zusammenschluss von drei Kreditinstituten schließen Branchenkenner nicht aus.
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