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Frankfurt/Main (dpa) - Angesichts der internationalen Finanzkrise kommt IG-Metall-Chef Berthold Huber den Arbeitgebern bei der laufenden Tarifrunde entgegen. «Ich bin durchaus bereit, auf die wirtschaftlichen Unsicherheiten zu reagieren», sagte Huber dem Magazin «Spiegel». Denkbar sei ein Tarifvertrag, der statt der gewünschten zwölf Monate eine Laufzeit von 20 Monaten oder länger habe. Die Gewerkschaft war Anfang Oktober mit der höchsten Forderung seit 16 Jahren in die Verhandlungen gestartet. Sie verlangt für die bundesweit 3,6 Millionen Beschäftigten acht Prozent mehr Geld. Huber
betonte, dass die Metall- und Elektroindustrie aber weiterhin in guter Verfassung sei: «Ich sehe in unserer Branche derzeit keine Krise.» Zugleich übte er scharfe Kritik an Ökonomen. Diese Zunft sei «versaut ohne Ende»: «Das sind die Schlechtredner der Nation, die sich immer auf der sicheren Seite fühlen.»Auch über Banker äußerte er sich gegenüber dem Magazin negativ: «Dass die Steuergelder unserer Leute jetzt als Sicherheit für die Spekulationen größenwahnsinniger Banker herhalten sollen, finde ich - klar gesagt - zum Kotzen.» Diese «Feuerwehreinsätze» seien derzeit zwar unvermeidlich, aber sie seien keine strukturelle Antwort auf die Bankenkrise.
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