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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Jochen Reichert, Analyst von SES Research, stuft die Deutsche Telekom-Aktie (ISIN DE0005557508/ WKN 555750) nach wie vor mit dem Rating "kaufen" ein.
Ein Artikel in der "Wirtschaftswoche" deute an, dass die Deutsche Telekom offenbar ihren Sparkurs verschärfen müsse, um die EBITDA-Guidance für 2009 zu erreichen. Bereits Q2/09 seien durch die Deutsche Telekom Schritte zur Kostenreduzierung eingeleitet worden (z. B. Marketing). Das Management habe
bereits den Start eines neuen Sparprogramms in 2010e angedeutet.
Aufgrund von Währungseffekten (schwacher GBP und USD) könnte die Guidance bereits verfehlt worden sein. Die Deutsche Telekom verfüge jedoch über einen natürlichen Hedge; Erlöse und Aufwendungen würden in derselben Währung anfallen. Durch eine hohe Wettbewerbsintensität sowie Rezessionseffekten sollte die Deutsche Telekom die Kostendisziplin verstärken. Zudem seien zur Stabilisierung des Free Cash Flow-Ziels CAPEX in Höhe von ca. EUR 1 Mrd. eingefroren worden.
Die Bundesregierung fordere aufgrund der Verzögerung des neuen Mautsystems in Deutschland einen Betrag von EUR 5 Mrd. von Toll Collect. Die Deutsche Telekom habe keine Rückstellungen für den Prozess zwischen der Regierung und Toll Collect gebildet, da das Risiko eines negativen Ausgangs des Verfahrens für das JV als unter 50% eingeschätzt werde. Der Prozess dürfte sich wahrscheinlich über einen langen Zeitraum hinziehen (SES Research-Erwartung: mehrere Jahre).
Nach dem Zusammenschluss würden Orange und T-Mobile in der UK einen Marktanteil von 36% haben. Derzeit werde spekuliert, dass der Regulierer das JV zur Rückgabe von bereits gehaltenem Spektrum zwinge. Sollte die neue Einheit die Spektrum-Kapazität reduzieren müssen, könnte damit theoretisch die Qualität des Netzwerks betroffen sein. Dabei sollte jedoch berücksichtigt werden, dass in UK im nächsten Jahr eine Spektrum-Auktion stattfinden werde und die Konkurrenten dadurch ihre Spektrum-Kapazitäten erhöhen könnten. Man gehe davon aus, dass jegliche regulativen Maßnahmen den bevorstehenden Auktionsprozess berücksichtigen würden und daher eine massive regulaturische Reduktion der Spektrum-Kapazitäten nicht zu erwarten sei.
Das kurzfristige Risiko bestehe darin, dass die Deutsche Telekom ihre Guidance für 2009 aufgrund der Rezession und durch Währungseffekte korrigieren könnte. Die Gewinne im Deutschlandgeschäft auf einem hohen Niveau zu halten sei der Schlüssel für eine stabile Dividendenzahlung. Rund 80% der erwarteten Dividendenzahlung (SES Research-Erwartung) könnten durch den Cash Flow des Deutschlandgeschäfts gedeckt werden.
Kurzfristig dürfte der Fokus auf ihrem Free Cash Flow und der EBITDA-Guidance sowie einer noch engeren Kostendisziplin liegen. Sollte die Deutsche Telekom in einer derartigen Situation ihre Guidance verfehlen, wäre dies eindeutig negativ. Aufgrund der Kosten- und CAPEX-Flexibilität gehe man jedoch davon aus, dass es ihr gelingen werde, die Guidance zu erreichen und damit die Dividende stabil zu halten.
Die Analysten von SES Research bewerten die Deutsche Telekom-Aktie unverändert mit "kaufen". Das Kursziel werde weiterhin bei EUR 12,00 gesehen. (Analyse vom 12.10.2009) (12.10.2009/ac/a/d) Offenlegungstatbestand nach WpHG §34b: Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Analyse-Datum: 12.10.2009
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| Daten |
| Name |
Deutsche Telekom AG |
| WKN |
555750 |
| Branchen |
Mobilkommunikation |
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