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WIESBADEN (dpa-AFX) - Die deutsche Wirtschaft ist trotz Ölpreis- und Euro-Rekorden sowie der Finanzmarktkrise im ersten Quartal so kräftig gewachsen wie zuletzt im Frühjahr 1996. Die deutsche Wirtschaft habe sich auch bei zunehmenden Belastungsfaktoren als "sehr robust" erwiesen, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Auf Basis einer Schnellschätzung erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal real um 1,5 Prozent. Von Thomson Financial befragte Volkswirte hatten nur mit einem Wachstum von 0,7 Prozent gerechnet. Im vierten Quartal war das BIP noch um 0,3 Prozent gestiegen.
COMMERZBANK
ERHÖHT WACHSTUMSPROGNOSE DEUTLICHAngesichts des unerwartet starken Wachstums erhöhte die Commerzbank (Xetra: 803200 - Nachrichten) unterdessen ihre Wachstumsprognose deutlich. Die Bank geht nun für 2008 von einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland um 2,4 Prozent aus. Bislang hatten die Experten ein Wachstum von 1,8 Prozent veranschlagt. Zwar deuteten die fallenden Frühindikatoren darauf hin, dass sich das Wachstum in den kommenden Monaten verlangsame. Allerdings spreche alles für eine weiche Landung der deutschen Wirtschaft. Zum entsprechenden Quartal des Vorjahres legte das BIP nach Angaben des Bundesamtes unbereinigt um 1,8 Prozent zu. Kalenderbereinigt erhöhte sich die Wirtschaftsleistung sogar um 2,6 Prozent. Hier hatten die Experten nur 1,8 Prozent erwartet. Das Berichtsquartal wies im laufenden Jahr zwei Arbeitstage weniger auf als im ersten Quartal 2007. Der wirtschaftliche Aufschwung des vergangenen Jahres habe sich über das gesamte erste Quartal betrachtet unvermindert fortgesetzt, hieß es. Getragen wurde das Wachstum sowohl von der inländischen Verwendung als auch vom Außenhandel. Vor allem die Bruttoinvestitionen legten im Vergleich zum vierten Quartal als auch im Vorjahresvergleich zu, in geringerem Umfang aber auch die Konsumausgaben. Vom Außenbeitrag seien positive Wachstumsimpulse indessen nur im Vorjahresvergleich gekommen. Die Exporte liefen zwar trotz des starken Euro gut, doch wegen des Anstiegs der Importe bremste der Außenhandel insgesamt das Wirtschaftswachstum./jha/bf
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