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FRANKFURT (dpa-AFX) - Bundesbankpräsident Axel Weber hält eine Erhöhung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB) für eine Option. "Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ich habe immer betont, dass wir angesichts des derzeit sehr kräftigen Preisauftriebs die Option einer Leitzinserhöhung nicht aus den Augen verlieren dürfen", sagte Weber, der auch Mitglied im EZB-Rat ist, in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagausgabe). "Auf der nächsten Ratssitzung Anfang Juni werden uns die neuen gesamtwirtschaftlichen Projektionen des Stabs des Eurosystems vorliegen. Das ist dann eine gute Grundlage, über die mittelfristigen
Optionen der Geldpolitik zu diskutieren." Einer Senkung der Leitzinsen erteilte der Bundesbank-Präsident eine eindeutige Absage.
Weber widersprach ferner Behauptungen, die Finanzmarktkrise sei das Ergebnis einer zu lockeren Geldpolitik in den Vorjahren gewesen: "In den Jahren 2002 bis 2004 wurde bei einigen Notenbanken Deflationsrisiken befürchtet. Insofern passte die damalige expansive Geldpolitik zu dem makroökonomischen Umfeld mit niedrigen Inflationsraten. Nach dieser Phase wurden aber die geldpolitischen Zügel weltweit gestrafft." Aktuell sieht der Bundesbankpräsident Entspannungstendenzen an den Finanzmärkten. Es sei aber noch zu früh, ein Ende der Finanzmarktkrise auszurufen./js/bf
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