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DAX am Morgen: Verluste, RWE und TUI nach Zahlen im Minus, HOCHTIEF gesucht
Donnerstag 15. Mai 2008, 10:19 Uhr

 

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte liegen am Donnerstagmorgen mehrheitlich im Minus. Der DAX verliert momentan 0,59 Prozent und steht bei 7.041,44 Indexpunkten. Beim MDAX ist ein marginaler Abschlag von 0,02 Prozent auf 9.813,64 Zähler auszumachen. Die Wall Street hat am Vorabend fester geschlossen, die Tageshöchststände dabei allerdings nicht verteidigen können. Aus Tokio wurden abermals recht deutliche Gewinne gemeldet. Hier haben insbesondere die Zahlen des Unterhaltungselektronik-Konzerns Sony beflügelt.

Papiere der Deutschen Post knüpfen nahtlos an die starke Vortagesentwicklung an und ziehen am Tag nach
den Zahlen an der DAX (Xetra: Nachrichten) -Spitze um 1,1 Prozent an. Infineon (Xetra: 623100 - Nachrichten) tendieren leicht positiv. Hier stützt ein Pressebericht, wonach der russische Mischkonzern Sistema Interesse für den Chiphersteller bekundet.

Für RWE geht es hingegen um rund 1 Prozent nach unten. Der Energieversorger gab zuvor bekannt, dass seine Ertragslage im ersten Quartal stärker als im Vorjahr durch regulatorische Maßnahmen belastet war. Das betriebliche Ergebnis sei daher zurückgegangen. Dennoch bestätigte das Unternehmen den im Februar veröffentlichten Ergebnisausblick für 2008 mit Ausnahme des Nettoergebnisses. Die Aktie von TUI (Xetra: TUAG00 - Nachrichten) verliert leicht. Der Touristik- und Schifffahrtskonzern konnte seinen Umsatz im ersten Quartal deutlich steigern, während das Konzernergebnis deutlich rückläufig war. Am Indexende bröckeln Bayer (Xetra: 575200 - Nachrichten) um 1,8 Prozent ab.

In der zweiten Reihe springen Anteilsscheine des Baukonzerns HOCHTIEF, dessen Gewinn im abgelaufenen Quartal kräftig gestiegen ist, um mehr als 4 Prozent. Titel der Hafengesellschaft HHLA gewinnen mehr als 3 Prozent. Der profitable Wachstumskurs des Konzerns hat sich auch im ersten Quartal fortgesetzt. Dagegen rutschen Titel von Premiere um mehr als 3 Prozent ab. Der Bezahlfernsehsender ist im vergangenen Vierteljahr tiefer in die roten Zahlen gerutscht als befürchtet. Salzgitter geben nach Zahlen 1,2 Prozent ab, während es für KlöCo nach Ergebnisvorlage um ein knappes Prozent nach oben geht.

Unternehmensmeldungen:

Der Energieversorger RWE AG (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) gab heute bekannt, dass seine Ertragslage im ersten Quartal 2008 stärker als im Vorjahr durch regulatorische Maßnahmen belastet war. Zudem habe der Energiehandel erwartungsgemäß nicht das sehr gute Vorjahresergebnis erreicht. Das betriebliche Ergebnis sei daher zurückgegangen. RWE (Xetra: 703712 - Nachrichten) gehe jedoch davon aus, dies in den kommenden Quartalen voll zu kompensieren, weshalb der Jahresausblick im Wesentlichen bestätigt werde. Um Währungs- und Konsolidierungseinflüsse bereinigt erwirtschaftete der Konzern ein Plus beim Außenumsatz um 6 Prozent. Das betriebliche Ergebnis sank um 9 Prozent. Das nachhaltige Nettoergebnis, das um Sondereffekte bereinigte Nettoergebnis, stieg um 3 Prozent. Das Nettoergebnis ging aufgrund der Firmenwertabschreibung von American Water deutlich zurück. Das Unternehmen bestätigte den im Februar veröffentlichten Ergebnisausblick für 2008 mit Ausnahme des Nettoergebnisses. Dieses wird sich aufgrund der bekannten Einmalbelastung durch American Water leicht unter Vorjahresniveau bewegen.

Der Touristik- und Schifffahrtskonzern TUI AG (ISIN DE000TUAG000/ WKN TUAG00) teilte heute mit, dass er mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisplus in das Geschäftsjahr 2008 gestartet ist und sich für den weiteren Verlauf des Jahres unverändert optimistisch zeigt. Den Angaben zufolge lag der Umsatz der Sparten des Konzerns um 24,3 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Das operative Ergebnis der Sparten (bereinigtes EBITA) kletterte um 21 Prozent auf ein saisonal bedingt übliches Minus, hieß es. Das Konzernergebnis war dagegen rückläufig. Im jüngsten Ergebnis sind Belastungen im Zuge der Fusion zwischen First Choice und den touristischen Einheiten der TUI enthalten. Zudem ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahresquartal die Abgangsgewinne aus dem mehrheitlichen Verkauf der Montreal Gateway Terminals und aus dem Verkauf der Minderheitsbeteiligung der Hapag-Lloyd AG an der Germanischer Lloyd AG enthielt. Wie der Konzern weiter erklärte, wird der weitere Verlauf des Geschäftsjahres weiterhin positiv eingeschätzt.

Aktuellen Presseberichten zufolge bekundet der russische Mischkonzern Sistema JSFC (ISIN US48122U2042/ WKN A0D8DX) Interesse für den krisengeschüttelten Chiphersteller Infineon Technologies AG (ISIN DE0006231004/ WKN 623100). Dies berichtete das "Handelsblatt" am Mittwoch in seiner Onlineausgabe. "Für uns ist Infineon ein sehr interessantes Ziel - vor allem der Bereich Forschung- und Entwicklung", zitiert die Zeitung Sistema-CEO Alexander Gontscharuk. Der DAX-Konzern steht derzeit vor einer Neuausrichtung aufgrund der aufgrund der Trennung von der DRAM-Sparte. Allerdings sieht Gontscharuk im Fall von Infineon politische Hürden.

Aktuellen Presseberichten zufolge hat die Deutsche Telekom AG (Xetra: 555750 - Nachrichten) (ISIN DE0005557508/ WKN 555750) die wochenlangen Verhandlungen für den Einstieg auf dem griechischen Markt erfolgreich abgeschlossen. Dies berichtete das "Handelsblatt" am Mittwoch in seiner Onlineausgabe. Den Einstieg bei der Hellenic Telecommunications Organisation S.A. (OTE (Stuttgart: 903465 - Nachrichten) ) (ISIN GRS260333000/ WKN 903465) lässt sich die Telekom demnach rund 3,2 Mrd. Euro kosten. Den Angaben zufolge erhält die Telekom die Managementkontrolle und nimmt OTE voll auf ihre Bücher. Sollte die griechische Regierung, die vorerst mit 25 Prozent an OTE beteiligt bleibt, von ihrem Recht Gebrauch machen, der Telekom weitere Aktien zu verkaufen, könnte der Anteil der Bonner an OTE auf bis zu 40 Prozent steigen, so die Zeitung weiter.

Der Baukonzern HOCHTIEF AG (ISIN DE0006070006/ WKN 607000) hat im ersten Quartal ein deutliches Ergebnisplus eingefahren. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Vorsteuergewinn um 56,8 Prozent. Das Konzernergebnis konnte mehr als verdreifacht werden. Beim Konzernumsatz wurde im Vorjahresvergleich ein Anstieg um 3,2 Prozent erzielt. Für das laufende Fiskaljahr bekräftigte der Konzern seine Prognose. (15.05.2008/ac/n/m)

 

Aktienkurse
Bayer AG
BAY.DE
52.20
-2.03%
Deutsche Telekom AG
DTE.DE
10.94
-2.45%
Infineon Technologie...
IFX.DE
5.80
-1.36%
Ote (Hellenic Teleco...
OTE.SG
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Rwe AG
RWE.DE
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Tui AG
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DAX
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