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Heizöl-Markt: Erster Warnschuss von Dr. Klaus Bergmann
Freitag 16. Mai 2008, 08:26 Uhr

++++ Öltelegramm ++++ Öltelegramm ++++ Öltelegramm ++++

Die Notierungen zeigten gestern einen bemerkenswerten Tanz. In der Spitze verlor Rohöl zwischenzeitlich sechs Dollar. Ausgelöst wurde der Schock durch die Ankündigung der Rohstoff-Futures Handelskommission, Maßnahmen gegen die ausufernde Spekulation zu ergreifen. Das jagte einige Spekulanten flugs aus dem Markt. Die Möglichkeiten der Kommission sind allerdings dürftig. Das wurde den Verjagten schnell klar. Sie kehrten zurück und mit ihnen die hohen Preise. Die Gefilde, in denen der Preis derzeit gebildet wird, sind grenzwertig. Eine ordentliche Korrektur ist überfällig. Das Problem
sind allerdings fehlende Alternativen zum Rohstoffmarkt, in die die Ströme spekulativen Kapitals fließen könnten. Die tendenzielle Verknappung von Rohstoffen im Allgemeinen und Öl im Speziellen ist für Spekulanten eine relativ sichere Bank. Deshalb zog es sie in diese Märkte und deshalb hält es sie dort. Der Dollar läuft derzeit seitwärts. Die US-Wirtschaft genießt zwar kein gutes, aber immerhin ein besseren Ansehen als vor wenigen Wochen.

preistreibende (bullische) Einflüsse:

Goldman Sachs redet von 200 $ pro Barrel

Terrorbedingter Produktionsausfall in Nigeria

OPEC will aktuell keine Produktionserhöhung

Chinas Nachfrage wächst weiter

Produktionskosten steigen rasant

IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012

Charttechnik: Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse:

USA suchen Möglichkeiten gegen ausufernde Spekulation

Iran verwirft Ausstoßkürzung

Chinas Ölimporte fielen im April

Gedämpfte Nachfrageentwicklung

Hohe OECD-Vorräte

Schwächephase der US-Konjunktur

US-Regierung will Ölkonsum senken

OPEC baut Förderkapazitäten aus

Unsere Heizölpreise laufen seitwärts. Das Warten auf einen Preiseinbruch dauert an. Immer wieder blitzte die Möglichkeit dazu an der Börse kurz auf. Immer wieder wurde sie vertan. Solange die Weltwirtschaft schadlos läuft, wird sich ein Preisrückgang, wenn er denn überhaupt kommt, in engen Grenzen halten. Verbraucher sind gut beraten, das anzuerkennen und sich um verbrauchssenkende Maßnahmen zu kümmern. Die beginnen mit der <a class=blackbig href=http://www.esytrol.com target=_blank>Analyse</a> des eigenen Verbrauchs.

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