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"Spekulationen über einen Personalabbau bei der Bahn sind an den Haaren herbeigezogen", sagte Mehdorn am Freitag in Berlin. "Es gibt weder entsprechende Pläne und schon gar nicht gibt es derartige Beschlüsse." Richtig sei vielmehr, dass es im Zuge der Teilprivatisierung des Konzerns bis 2023 keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde. Hansen hatte in seinem ersten Interview in neuer Funktion der "Bild"-Zeitung gesagt: "Wir werden bei der Bahn weiter rationalisieren müssen. Und das wird in einigen Bereichen nicht ohne Personalabbau gehen." Auch in seiner vorherigen Funktion habe er Arbeitsplätze in der Verwaltung von Transnet (TRNT.OB - Nachrichten)
abbauen müssen. Das sei kein angenehmer Job, aber es sei ihm gelungen, ohne Kündigungen auszukommen. "Das wird auch mein Ziel bei der Bahn sein."
Von Mitarbeitern fordert Hansen eine höhere Effizienz. "Es gibt mittlerweile viele regionale Bahngesellschaften, die zeigen, wie es gehen kann." Ein Lokführer sei dann etwa nicht nur dafür verantwortlich, den Zug zu steuern, sondern könne in den Zugabteilen auch mal aufräumen oder auf einem kleinen Bahnhof mit anpacken. Bei einem großen Konzern wie der Bahn sei dies zwar schwieriger, aber in diese Richtung müsse der Konzern langfristig denken. Mit Blick auf die weitere Privatisierung der Bahn sagte Hansen: "Für mich ist wichtig, dass der Bund weiter das Sagen hat - also die Mehrheit der Anteile besitzt." Die Obergrenze der Privatisierung liege für ihn bei 49,9 Prozent. Initiative "Bahn von unten" fordert Rücktritt Hansen hatte erst vergangene Woche seinen Wechsel zur Deutschen Bahn bekanntgegeben. Sein Schritt war weithin als Belohnung für die loyale Unterstützung des Privatisierungskurses von Bahn-Chef Mehdorn kritisiert worden. Hansens Nachfolger an der Transnet-Spitze ist der bisherige Stellvertreter Lothar Krauß, der am Freitag offiziell vom Beirat gewählt werden soll. Die Initiative "Bahn von unten" forderte den Rücktritt des gesamten Transnet-Vorstandes und die Einberufung eines außerordentlichen Gewerkschaftstages. "Die Transnet-Mitglieder müssen die Gewerkschaft wieder unter ihre Kontrolle bekommen", sagte der Vertreter der Organisation, Hans-Gerd Oefinger, der "Berliner Zeitung".
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