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Börse Stuttgart-News: 4X report
Freitag 16. Mai 2008, 09:19 Uhr

 

STUTTGART (BOERSE-STUTTGART AG) - 16. Mai 2008

In dieser Handelswoche kann man in Amerika auf einen steigenden Aktienmarkt zurückblicken. Der Dow Jones zum Beispiel gewann ungefähr anderthalb Prozent.

Von der leichten Entspannung an der Öl- und Währungsfront profitierte der Markt am Montag. Dabei ragten die Aktien von Alcoa (WKN: 850206) mit einem Kursgewinn von über sechs Prozent deutlich heraus, die von positiven Analystenkommentaren partizipieren konnten. Bei Imclone (WKN: 883074) schlug das Pendel in die andere Richtung aus. Der Wert verbilligte sich um sieben Prozent, nachdem sich eine amerikanische Investmentbank kritisch
geäußert hatte und eine Herabstufung vornahm. Für die Nachricht des Tages sorgte Hewlett-Packard (WKN: 851301), in der sie die Übernahme von Electronic Data Systems (NYSE: EDS - Nachrichten) (WKN: 901244) für cirka zwölf Milliarden Dollar bekanntgab. Die Anleger reagierten mit Bauchschmerzen und trennten sich von den Papieren. Der letzte festgestellte Kurs bedeutete einen Abschlag von etwa fünf Prozent.

Am Folgetag hielt der Verkaufsdruck bei Hewlett-Packard an. Mit weiteren fünf Prozent Kursabschlag zeigten die Anleger, dass die geplante Übernahme ihnen zu teuer erscheint. Aus der uneinheitlichen Tendenz an diesem Tag konnten die Aktien von Yahoo (NASDAQ: YHOO - Nachrichten) (WKN: 900103) hervorstechen. Der Kursgewinn von über fünf Prozent resultierte aus der Meldung, dass der US-Investor Carl Icahn in der letzten Woche begonnen hat, eine Beteiligung aufzubauen. Der verhaltene Ausblick bei Wal Mart (NYSE: WMT - Nachrichten) (WKN: 860853) enttäuschte die Anleger und bescherte einen Kursrückgang von zwei Prozent. Die gemeldeten Zahlen konnten dabei die Schätzungen der Analystenschar nicht überbieten. Dazu passte auch ins Bild, dass sich die Einzelhandelsumsätze im April abgeschwächt haben.

Am Mittwoch ist dem amerikanischen Aktienmarkt förmlich die Puste ausgegangen, er konnte aber das Plus noch retten. Der Handel startete verheißungsvoll als Reaktion auf die Konjunkturdaten. Die Hypothekenfinanzierer waren der Lichtblick des Handelstages, nach dem die von Freddie Mac (NYSE: FRE - Nachrichten) (WKN: 876872) gemeldeten Zahlen nicht so schlecht wie im Vorfeld befürchtet ausfielen. Die Aktien stiegen um neun Prozent und zogen die Aktien vom Mitanbieter Fannie Mae (WKN: 856099) mit, die sich um sechs Prozent verteuerten. "Auch wenn man ein beachtliches Quartalsergebnis erreicht hat, konnte man dennoch den Erwartungen des Marktes nicht gerecht werden", so lautete der Kommentar von Marc Pusch, Händler bei der Baaderbank in Stuttgart, zum Kursverlust von zehn Prozent bei Deere & Co. (WKN: 850866). Das Unternehmen wies auf mögliche Faktoren hin, die in den kommenden Quartalen das Wachstum verringern könnten. Die Tatsache, dass man trotzdem an den Prognosen festhält, ignorierte der Markt dabei völlig.

Die französische Grossbank Societe Generale (WKN: 873403) hat im ersten Quartal 2008 1,096 Milliarden Euro verdient. Und damit ca. 23 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Aktie reagierte fast überhaupt nicht auf diese Meldung und tendiert bei 70,75 Euro. Eine weitere französische Grossbank, die BNP Paribas (Paris: FR0000131104 - Nachrichten) (WKN:887771) hat diese Woche ihr Ergebnis für das ersten Quartal 2008 bekannt gegeben. Auch sie hat mit 1,981 Milliarden Euro Nettogewinn, 21 Prozent weniger verdient als im Vorjahr. Analysten gingen jedoch von einem deutlich schlechteren Ergebnis aus. Die Aktie stieg um über 2 Prozent und steht im Moment bei rund 70 Euro.

Die österreichische Telekom Austria (Wien: TKA.VI - Nachrichten) (WKN: 588811) hat ein Betriebsergebnis im ersten Quartal von 498,6 Millionen Euro erzielt. Damit hat sie weniger verdient, die Erwartungen des Marktes jedoch übertroffen. Hauptgrund hierfür war ein starkes Mobilfunkgeschäft im Ausland. Der Ausblick für das Gesamtjahr bleibt unverändert bei einem Anstieg von drei Prozent beim EBITDA. Die Aktie reagierte mit einem satten Kursplus von über fünf Prozent und steht im Moment bei 16,20 Euro.

Der belgisch-niederländische Finanzkonzern Fortis (WKN: 982570) musste im ersten Quartal 2008 einen Gewinnrückgang von 31 Prozent hinnehmen. Die Abschreibungen im Zuge der internationalen Kreditkrise drückten den Überschuss stärker als es von den Analysten erwartet wurde. Die Aktie notierte nach den Zahlen um circa zwei Prozent schwächer, konnte sich jedoch im Fahrwasser des stärker werdenden Gesamtmarktes wieder erholen und notiert aktuell bei 17 Euro.

Seit vergangen Donnerstag läuft in Stuttgart der Bezugsrechtshandel in \"Royal Bank of Scotland (London: 91ID.L - Nachrichten) \" (WPK 865142). Die Bezugsrechte können im variablen Handel in

Stuttgart unter der WPK A0QZVP voraussichtlich bis einschließlich dem 29.05.2008 gehandelt werden. Die Bank will ihr Grundkapital mit dieser Maßnahme um 15 Mrd. Euro erhöhen.

Quelle: boerse-stuttgart AG / Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen (http://www.boerse-stuttgart.de/AGB.htm) der boerse-stuttgart AG.

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein boerse-stuttgart AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

 

Aktienkurse
ROYAL BANK OF SCOTLA...
91ID.L
130.00
-18.75%
BNP Paribas SA
BNP.PA
60.38
-2.38%
Electronic Data Syst...
EDS
0.00
+0.00%
Freddie Mac
FRE
5.10
+3.03%
Telekom Austria Ag
TKA.VI
14.59
-2.08%
Wal Mart Stores Inc
WMT
60.74
+1.61%
Yahoo
YHOO
18.08
+1.86%

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