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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Marc Gabriel, stuft die Wacker Chemie-Aktie (ISIN DE000WCH8881/ WKN WCH888) unverändert mit "verkaufen" ein. Wacker Chemie habe beim zweiten Capital Market Day in London die Ziele für das laufende Jahr bekräftigt. Demnach solle das Umsatzwachstum weiter bei mehr als 10% und das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen über dem Rekordwert des Vorjahres (1 Mrd. EUR) liegen. Die Analysten würden
davon ausgehen, dass das EBITDA in diesem Jahr bei knapp über 1,1 Mrd. EUR liegen werde. Dabei sei zu berücksichtigen, dass die Belastungen aus der USD-Kursentwicklung und die Kostensteigerungen auf der Rohstoffseite in diesem Jahr erneut sehr hoch seien. Aktuell belaste ein um 1 USD-Cent schwächerer Währungskurs das EBITDA mit 7 Mio. EUR.Die Schwäche des USD dürfte den Konzern veranlassen, nach einer natürlichen Absicherung zu suchen. Nach Erachten der Analysten wäre ein weiterer Standort in den USA, wo Wacker u. a. in der Nähe von Detroit über eine Fläche von 970.000 m² verfüge, sicherlich hierfür eine gute Lösung. Zudem biete der nordamerikanische Markt gerade für den Unternehmensbereich Polysilicon sehr gute Chancen. Die dynamische Entwicklung bei der Energiegewinnung mittels Solarzellen stehe in den USA noch am Anfang, obwohl das Land sehr gute Vorraussetzungen für die Nutzung der Sonnenenergie habe. Der Sonnenstaat Kalifornien habe bereits 2007 die Ampeln für die Solarnutzung auf Grün geschaltet. Im Rahmen der California Solar Initiative stelle die Regierung des Gouverneurs Arnold Schwarzenegger insgesamt knapp 3,2 Mrd. USD für die Installation von 3.000 Megawatt Solarstromleistung bis zum Jahr 2017 zur Verfügung. Zum Vergleich: Ende 2007 habe die weltweit neu installierte Megawatt-Solarstromleistung bei 2.826 Megawatt (+62%) gelegen, Deutschland habe davon alleine 1.100 MW installiert. Bislang sei Wacker mit seinen Polysilicon-Aktivitäten noch nicht mit einem Standort in den USA vertreten, wobei nach dem Ausbau der Kapazitäten des Programms "Poly 8" ein weiterer Standort in Planung sein solle. Die Analysten könnten sich hierfür die USA sehr gut als Standort vorstellen. Wacker Chemie investiere damit weiter in den Ausbau der Kapazitäten und werde in den kommenden zwei Jahren diese mehr als verdoppeln. Der Ausbau der Kapazität in Burghausen ("Poly 7") könne bereits sechs Monate früher als geplant abgeschlossen werden. Die Kapazitäten im Polysilicon seien bis 2015 zu 80% bereits vertraglich abgeschlossen. Die Analysten hätten die Gewinnreihe leicht angehoben. Der Konzern werde - dank Polysilicon - in der Lage sein, sich besser als die Chemiebranche zu entwickeln. Die hohen Investitionen in den Ausbau der Kapazitäten bedürften auch entsprechender Mittel, die Wacker Chemie bislang aus dem freien Cashflow finanzieren könne. Man ermittle weiterhin ein Kursziel von 130 EUR, das man aus einem Peer-Group-Vergleich ableite. Die Wacker Chemie-Aktie ist - trotz der guten Margen im Bereich Polysilicon - noch sehr hoch bewertet und daher lautet die Empfehlung der Analysten vom Bankhaus Lampe weiterhin "verkaufen". (Analyse vom 16.06.2008) (16.06.2008/ac/a/d) Analyse-Datum: 16.06.2008
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| Daten |
| Name |
Wacker Chemie AG |
| WKN |
WCH888 |
| Branchen |
Chemie Spezialchemie Kunststoffe |
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