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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die neue Woche hat an der deutschen Börse mit Kursverlusten begonnen. Der Leitindex Dax verlor am Montag bis zum Mittag 2,05 Prozent auf 5.200,01 Zähler. Der MDax der mittelgroßen Werte gab 2,24 Prozent auf 6.383,60 Punkte nach. Der Technologiewerte-Index TecDax fiel um 2,43 Prozent auf 684,59 Zähler.
Die im Leitindex notierten Stammaktien von Volkswagen (Xetra: 766400 - Nachrichten) sackten mit minus 5,24 Prozent auf 180,70 Euro ans Indexende. "Ich glaube, dass jetzt noch einige Marktteilnehmer mit
VW abrechnen, die von den Kursen um 1.000 Euro noch eine Rechnung offen haben", sagte ein Börsianer. Andere Händler verwiesen darauf, dass sich die Titel nun ihrer "fundamental fairen Bewertung" nähern. "Viele Kursziele liegen zwischen 100 und 150 Euro", sagte ein Händler. "Die Tatsache, dass die Titel monatelang deutlich über 200 Euro gehandelt wurden, ist nur auf die Beteiligungsstruktur zurückzuführen." Ein zweiter Händler sagte: "Die Stammaktien sind dreimal so teuer wie die Vorzüge, auf dem Niveau findet sich kein Käufer mehr." Schließlich sei VW kein potenzielles Übernahmeobjekt mehr. Ein weiterer Händler verwies zudem auf die am Markt erwartete Ersetzung der Stammaktien durch die Vorzüge im Dax (Xetra: Nachrichten) . VW Vorzüge gaben lediglich um 0,85 Prozent auf 56,16 Euro nach.Die Vorzüge von Porsche (Xetra: POR3.DE - Nachrichten) stemmten sich mit plus 3,55 Prozent auf 50,22 Euro erfolgreich gegen den negativen Markttrend. Händler verwiesen vor allem auf einen positiven Analystenkommentar, in dessen Kielwasser die Papiere des Sportwagenbauers an ihre jüngste Erholung anknüpften. So hob Goldman Sachs (NYSE: GS - Nachrichten) das Kursziel von 62,00 auf 94,00 Euro an und ließ die Einstufung auf "Buy". Eine Investition in Porsche-Aktien sei der attraktivste Weg, um von dem geplanten Zusammenschluss mit Volkswagen zu profitieren, schrieb Analyst Stefan Burgstaller. Bankaktien wie Titel der Commerzbank (Xetra: 803200 - Nachrichten) und der Postbank kamen unter Druck. Die Papiere der Commerzbank verloren mit 2,36 Prozent auf 5,795 Euro am deutlichsten. Bundesbankpräsident Axel Weber hatte in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" gesagt, er sehe die deutschen Banken und Sparkassen noch nicht über den Berg. "Ich warne davor, das Ende der Finanzkrise zu früh auszurufen". Ein Aktienhändler sagte, der gegenwärtige Kursanstieg suggeriere eine übliche Erholung, diese könne vor dem Hintergrund der mit Schulden finanzierten Konjunkturprogramme aber ausgeschlossen werden. Metro (Xetra: 725750 - Nachrichten) -Titel fielen um 1,51 Prozent auf 37,26 Euro, Arcandor (Xetra: 627500 - Nachrichten) verloren im MDax (Xetra: Nachrichten) 3,23 Prozent auf 0,30 Euro. Händler verwiesen auf einen Bericht des Magazins "Fokus", demzufolge der Metro-Konzern die Übernahmepläne für rund 60 Karstadt-Warenhäuser des insolventen Wettbewerbers Arcandor neu durchrechnet. Die wirtschaftliche Lage einiger Karstadt-Filialen habe sich offenbar derart verschlechtert, dass sie für den größten deutschen Handelskonzern nicht mehr interessant sein könnten, schreibt das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Konzernkreise. Gestützt auf positive Analystenkommentare stiegen die Aktien von Hochtief (Xetra: 607000 - Nachrichten) um 1,96 Prozent auf 46,86 Euro zu. Merrill Lynch (NYSE: MER - Nachrichten) erhöhte das Kursziel für die Aktien des Baukonzerns von 46 auf 55 Euro und bekräftigte die Empfehlung "Buy". Zudem sprangen die Aktien der australischen Tochter Leighton <E:LEI.AUS> am Morgen in Sydney um 6,31 Prozent nach oben.
Bilfinger Berger gaben indes nach einem negativen Analystenkommentar um 2,85 Prozent auf 38,54 Euro nach. Die Deutsche Bank hatte die Titel von "Buy" auf "Hold" und das Kursziel von 43 auf 42 Euro gesenkt./sf/ag --- Von Sonja Funke, dpa-AFX ---
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