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Saarbrücken (ddp-rps) Der Spitzenkandidat der Saar-Linken und
Vorsitzende der Bundespartei, Oskar Lafontaine, hat erneut für ein
Bündnis mit der SPD nach den Landtagswahlen im August geworben. Es
gebe im Saarland kaum programmatische Unterschiede zwischen seiner
Partei und den Sozialdemokraten, sagte Lafontaine der «Passauer Neuen
Presse» (Donnerstagausgabe). «Die Zusammenarbeit auf Länderebene
bietet sich geradezu an», sagte der Linke-Vorsitzende.
Für eine rot-rote Koalition im Bund hingegen sieht Lafontaine
keine Grundlage: «Die SPD hat keine Strategie Sie erklärt selbst,
mit uns nicht zusammenarbeiten zu wollen.» Stattdessen
wolle sie eine
Koalition mit Grünen und FDP: «Zentrale Punkte ihres Wahlprogramms
wird die SPD so nicht umsetzen können weder die Reichensteuer noch
die Börsenumsatzsteuer oder den Mindestlohn.» Die Absage an Rot-Rot
im Bund widerspreche aber nicht dem Kampf für ein rot-rotes Bündnis
in Gemeinden und Ländern.
Insgesamt sieht Lafontaine die Linkspartei «wieder im Anstieg»
Ziel bei der Bundestagswahl bleibe «zehn Prozent plus X». Zwar habe
man sich «für den jetzigen Zeitpunkt eine stärkere Zustimmung
erhofft», fügte der Parteichef mit Blick auf die zuletzt eher mäßigen
Umfragewerte für die Linke hinzu. Doch setze man darauf, «dass sich
herumspricht, wer den Finanzhaien den roten Teppich ausgerollt hat:
Das waren CDU, CSU, FDP, SPD und Grüne.»
(ddp)
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