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dpa
Aufspaltung der Dresdner Bank rückt näher
Freitag 18. Juli 2008, 18:32 Uhr

 


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Aufspaltung der Dresdner Bank rückt näher

Frankfurt/Main (dpa) - Die Aufspaltung der Dresdner Bank rückt näher. Der Aufsichtsrat der Bank stimmte am Freitag auf einer außerordentlichen Sitzung dem Ausgliederungsvertrag zu, wie aus Frankfurter Finanzkreisen verlautete.

Die Muttergesellschaft Allianz will bis zum 31. August die seit Jahren schwächelnde Bank in zwei «marktfähige Institute» ausgliedern. Die Privat- und Firmenkundensparte soll künftig unter dem Namen «Dresdner Bank - Beraterbank AG» firmieren. Das Kapitalmarktgeschäft und Investmentbanking wird als «Dresdner Bank AG» weitergeführt. Zu diesem Bereich gehört auch die Investmentbank Dresdner Kleinwort, über deren Abstoßen
schon länger spekuliert wird.

Wie es weiter hieß, bewilligte der Aufsichtsrat der Bank auch den Interessenausgleich, den der Vorstand mit dem Betriebsrat über die Folgen des Umbaus vor einer Woche vereinbart hatte. Darin hatte die Dresdner Bank betriebsbedingte Kündigungen bis 2011 ausgeschlossen - allerdings nur für den Fall, dass die Bank eigenständig bleibt. Die Dresdner Bank hat derzeit mehr als 30 000 Mitarbeiter. Die Bank war 2001 von der Allianz übernommen worden und gilt als Sorgenkind des Konzerns. Sprecher der Dresdner Bank und Allianz wollten die Berichte nicht kommentieren.

Über den von der Muttergesellschaft Allianz betriebenen Verkauf der Dresdner Bank beriet der Aufsichtsrat am Freitag nach Angaben aus Bankenkreisen nicht - das sei sowieso Sache des Allianz- Aufsichtsrates. Zu den Interessenten gehört dem Vernehmen nach unter anderem die Commerzbank (Xetra: 803200 - Nachrichten) , der die besten Chancen eingeräumt werden.

Die Gewerkschaften fürchten im Fall eines Verkaufs einen massiven Stellenabbau. «Wir warnen vor nationalen Großfusionen, weil sie in hohem Maße Jobverluste mit sich bringen und wirtschaftlich nicht notwendig sind», sagte ver.di-Vorstandsmitglied Uwe Foullong auf Anfrage. Im laufenden Tarifkonflikt des Bankgewerbes fordert die Gewerkschaft für die gut 250 000 Beschäftigten acht Prozent mehr Geld sowie den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen.

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