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Düsseldorf (dpa) - Der Telekommunikations-Anbieter Versatel macht sich mit dem Kauf des Kabelnetz-Betreibers AKF unabhängiger von der Deutschen Telekom (Xetra: 555750 - Nachrichten) . «Wir sparen die letzte Meile, für die wir sonst an die Telekom Gebühren zahlen müssten», sagte Versatel (Xetra: A0M2ZK - Nachrichten) -Chef Peer Knauer am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. «Daraus ergibt sich ein nicht unerhebliches Einsparpotenzial.»
Knauer bezifferte die Synergien auf mindestens 3 Millionen Euro jährlich von 2010 an.Versatel (Amsterdam: VRSA.AS - Nachrichten) übernimmt die AKF Telekabel TV und Datennetze GmbH von der Deutsche Wohnen AG (Frankfurt: A0HN5C - Nachrichten) , die damit ihr Kabelgeschäft vollständig aufgibt. Der Preis liegt bei 30 Millionen Euro. Für das Geld erhält Versatel den direkten Zugang zu 76 000 Haushalten und ist nicht mehr auf die Anschlüsse der Deutschen Telekom angewiesen. AKF ist in Frankfurt, Berlin, Gera, Wuppertal und Prenzlau vertreten. Zwar gehört Versatel zu den wenigen Telekomanbietern in Deutschland, die ein eigenes Netz betreiben. Einen direkten Zugang bis hinein in die Wohnung des Kunden hat aber auch Versatel in der Regel nicht. Fallende Preise für schnelle Internetanschlüsse auf der einen und die Gebühren für die sogenannte letzte Meile auf der anderen Seite lassen die Marge aber immer weiter schrumpfen. Versatel fährt infolgedessen bereits einen Sparkurs und wird auch Mitarbeiter entlassen. Versatel hatte Ende März 666 000 Kunden. Das Unternehmen ist durch den Zusammenschluss mehrerer Stadtnetzbetreiber entstanden und wird durch den Finanzinvestor Apax kontrolliert.
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