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Berlin (ddp.djn). Wie versichert man sich nach dem 50. Geburtstag
eigentlich optimal? Diese Frage stellen sich viele Verbraucher, denn
mit dem runden Geburtstag sollte auch der Versicherungsschutz noch
einmal überdacht werden.
Wichtig ist natürlich auch weiterhin der private
Haftpflichtschutz, denn auch im Alter besteht die gesetzliche
Haftungsverpflichtung fort und dieses Risiko lässt sich nur mit einer
privaten Haftpflichtpolice minimieren. Wichtig ist auch ein guter
Hausratschutz, denn im Laufe des Lebens sammeln viele Menschen oft
beträchtliche Werte in den eigenen vier Wänden an. Diese sollten
ausreichend
abgesichert sein. Wichtig ist dabei: Die Versicherer
schlagen oft eine Versicherungssumme vor, die standardmäßig mit 700
Euro pro Quadratmeter veranschlagt ist. Gerade bei einer teuren
Wohnungseinrichtung kann das aber zu wenig sein - sinnvoll ist es
dann, den Schutz entsprechend zu erhöhen.
Vor allem im Alter legen viele Menschen wert auf einen guten
Krankenversicherungsschutz. Wer gesetzlich versichert ist, kann die
Leistungen mit privaten Zusatzpolicen aufstocken. Sinnvoll ist vor
allem eine Zahnzusatzversicherung, die einspringt, wenn die ersten
teuren Zahnbehandlungen fällig sind. Allerdings müssen die
Versicherungen schon einige Monate laufen, bevor es Geld von der
privaten Kasse gibt. Der Schutz sollte also frühzeitig abgeschlossen
werden. Sinnvoll sind auch Zusatzversicherungen, die im Krankenhaus
eine Chefarztbehandlung ohne Zuzahlungen ermöglichen. Bei beiden
Policen gilt: Der Schutz sollte frühzeitig vereinbart werden, denn je
älter man wird, umso schwerer wird es, einen Versicherer zu einem
bezahlbaren Preis zu finden.
Immer mehr Mitglieder der 50plus-Generation lassen sich
Unfallversicherungen mit Zusatzleistungen verkaufen - die sogenannten
Assistance-Policen. Diese Policen zahlen bei einem Unfall die
vereinbarte Versicherungssumme und sorgen für Hilfe im Alltag, etwa
durch das Besorgen einer Haushaltshilfe. Aber Vorsicht: Die
Versicherungen zahlen bei den Senioren-Policen nur im Falle eines
Unfalls, krankheitsbedingte Mehrkosten sind nicht abgedeckt. Das
Risiko einer Krankheit ist aber ungleich höher als das eines Unfalls.
Der Versicherungsschutz ist also ziemlich löchrig und zudem nicht
gerade billig: Schließt ein 60-jähriger eine solche Police ab, liegen
die Prämien zwischen 200 und 500 Euro jährlich, Frauen zahlen im
Schnitt wegen der höheren Lebenserwartung bis zu 20 Prozent mehr.
Wirklich essentiellen Schutz bietet eine private
Pflegezusatzversicherung. Die zahlt die vereinbarte
Versicherungssumme, wenn der Versicherte durch einen Unfall, eine
Krankheit oder einfach wegen seines Alters pflegebedürftig geworden
ist. Gezahlt wird je nach Vertrag entweder ein fester Tagessatz bei
der Pflegetagegeldpolice oder ein Zuschuss zu den tatsächlichen
Pflegekosten bei der Pflegekostenpolice.
Weniger sinnvoll sind sogenannte Sterbegeldversicherungen. Sie
versprechen Geld für die eigene Beerdigung, damit niemand der Familie
auf der Tasche liegen muss. Tatsächlich sind diese
Sterbegeldversicherungen nichts anderes als
Kapitallebensversicherungen und oft echte Groschengräber. Denn wer so
lange lebt, dass er eine ansehnliche Rendite erwirtschaftet, der
hätte das Geld auch ohne teure Kosten für den Versicherungsvertrag
auf die hohe Kante legen können.
Zudem werden die Policen oft als Koppelverträge angeboten: Die
volle Versicherungsleistung gibt es dann nur, wenn ein bestimmter
Bestatter gewählt wird. Von solchen Versicherungen sollte man die
Finger lassen.
Problematisch sind auch Rentenversicherungen gegen Einmalzahlung.
Bei diesen Policen steckt der Versicherte eine größere Summe in einen
Rentenversicherungsvertrag und erhält daraus eine monatliche Rente -
lebenslang. Das Problem: Die Renditen dieser Verträge sind meist sehr
durchschnittlich, alleine die lebenslange Sicherheit einer festen
Rente kann diesen Makel nicht ausgleichen.
ddp.djn/ome/mbr
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