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Saarbrücken (ddp-rps) Die Saar-CDU stellt im Landtagswahlkampf
die Wirtschafts- und Bildungspolitik in den Mittelpunkt der
Auseinandersetzung. Das Landtagswahlprogramm unter dem Titel «Mit
Kompetenz und Verlässlichkeit für das Saarland - Wenn´s drauf
ankommt: Peter Müller!» wurde von den rund 400 Delegierten eines
Parteitags am Freitagabend in Saarbrücken einstimmig beschlossen.
Dabei betonte Ministerpräsident und Parteichef Peter Müller
erneut, dass es bei der Landtagswahl am 30 August um die
Entscheidung zwischen der «Fortsetzung einer Politik der Mitte oder
einem rot-roten Abenteuer mit fatalen Folgen» gehe. Die Menschen
hätten vor zehn Jahren «die Notbremse gezogen», weil das Land unter
der Regierung von Oskar Lafontaine (Linke) und Heiko Maas (SPD) immer
weiter zurückgefallen sei. Maas und Lafontaine hätten versagt und
dürften «nicht wieder zurück in die Verantwortung», warnte Müller.
«Rot-Rot» im Saarland «wäre eine Katastrophe», unterstrich Müller
Daher wolle die CDU im Wahlkampf auch die «besonnenen Wähler»
ansprechen, die bislang sozialdemokratisch gewählt hätten, aber ein
rot-rotes Bündnis ablehnten.
Das Saarland habe in den letzten zehn Jahren unter seiner
Regierung viel erreicht, «aber wir sind noch lange nicht am Ziel»,
betonte Müller Die CDU habe «Konzepte und Ideen», um die
bevorstehenden Aufgaben «gerade in Zeiten der Krise» zu bestehen.
So soll das Saarland zu einer «wirtschaftlichen Topregion in
Deutschland» entwickelt werden, unterstrich Müller Bereits jetzt sei
das Land die «Welthauptstadt der Informatik». Jetzt solle es auch zum
«Nano-Valley» Europas entwickelt werden. Darüber hinaus setze die CDU
weiter auf die Automobilindustrie. Das «Auto der Zukunft» müsse auch
im Saarland entstehen, forderte Müller.
Die CDU halte trotz der Krise am Ziel der Vollbeschäftigung fest,
betonte der Parteichef Ein Schwerpunkt sei deshalb, dafür zu sorgen,
dass jeder Arbeitslose über 55 Jahre ein Beschäftigungsangebot
erhalte. Vorbild dafür soll das breite Bündnis für Ausbildung sein,
durch das es gelungen sei, jedem ausbildungsfähigen und -willigen
Jugendlichen ein Ausbildungsangebot zu machen.
In der Bildungspolitik will die CDU die Ausgaben von derzeit acht
auf zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöhen Ziel ist ein
umfassendes Betreuungsangebot, das schrittweise kostenfrei gestellt
werden soll. Dabei sei Wahlfreiheit zwischen unterschiedlichen
Bildungs- und Betreuungsangeboten «die oberste Maxime», betonte
Müller. Eltern und Schüler sollten zwischen Halbtagsschulen,
freiwilligen Ganztagsschulen und Ganztagsklassen mit
Pflichtunterricht am Nachmittag entscheiden können. Zudem sprach sich
die CDU für den Erhalt des Gymnasiums aus.
Darüber hinaus soll das Saarland zu einer Vorzeigeregion für
saubere und unabhängige Energieversorgung werden Bis zum Jahr 2020
soll der Anteil erneuerbarer Energien von rund 200 auf 800 Megawatt
vervierfacht werden. Im Bereich der Photovoltaik wolle das Land von
derzeit Platz drei auf Platz eins unter den Bundesländern aufsteigen,
betonte Müller.
(ddp)
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