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Tarifverhandlungen im Gebäudereinigerhandwerk auf der Kippe
Freitag 19. Juni 2009, 21:46 Uhr

 

Frankfurt/Main (ddp) Die bereits seit Januar andauernden Tarifverhandlungen für die rund 850 000 Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk sind nach der fünften Runde unterbrochen worden. Ein neuer Verhandlungstermin wurde nicht vereinbart. Dies teilte die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) am Freitag in Frankfurt am Main mit. Die IG BAU fordert für die gewerblich Beschäftigten 8,7 Prozent mehr Geld. Außerdem werden eine betriebliche Regelung der Altersvorsorge sowie die stufenweise Angleichung der bisher niedrigeren Ostentgelte an das West-Niveau angestrebt.

Die Arbeitgeber hätten zwar ein verbessertes Angebot
im Rahmen eines Stufenplans für eine Angleichung der Ostlöhne an das Westniveau gemacht, seien aber nicht bereit gewesen, in der Endstufe 2011 sieben Euro zu zahlen, sagte der für das Gebäudereiniger-Handwerk zuständige IG-BAU-Vorstand Frank Wynands «Deshalb haben wir über die Einkommensentwicklung West gar nicht mehr geredet», sagte er.

Für Beschäftigte in der Innenreinigung gilt derzeit ein Mindestlohn von 6,58 Euro in den ostdeutschen Bundesländern und von 8,15 Euro im Westen Der derzeit gültige Tarifvertrag läuft zum 30. September 2009 aus. Die Bundestarifkommission für das Gebäudereiniger-Handwerk wird nun darüber beraten, ob ein erneuter Verhandlungsversuch unternommen oder das Scheitern der Verhandlungen erklärt wird.

(ddp)

 

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