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Berlin (ddp). Die deutschen Steuerzahler müssen nach
Expertenansicht trotz Tariferhöhungen in diesem Jahr Reallohneinbußen
hinnehmen. Die «Bild»-Zeitung (Samstagausgabe) berichtete vorab unter
Berufung auf Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)
Köln, die aktuelle Inflationsrate koste die Bürger je nach
Einkommenshöhe bis zu 133 Euro im Monat. Ursache sei die sogenannte
kalte Progression, die zu einer höheren Steuerlast aufgrund
gestiegener Bruttoeinkommen bei gleichzeitig hoher Teuerungsrate
führt.
So verliere ein Beschäftigter mit 1750 Euro Bruttolohn im
Monat
6,50 Euro Kaufkraft, schrieb das Blatt. Bei einem
Durchschnittsverdiener mit 3000 Euro Bruttoverdienst im Monat betrage
das monatliche Minus 26,34 Euro. Der Reallohnverlust eines
Beschäftigten mit 10 000 Euro Bruttolohn liege bei 132,91 Euro im
Monat. Bei den Berechnungen hätten die IW-Fachleute eine
durchschnittliche Lohnerhöhung von drei Prozent und eine
Inflationsrate von ebenfalls drei Prozent zugrunde gelegt.
IW-Direktor Michael Hüther forderte die Bundesregierung auf, die
Steuersätze jährlich in Höhe der Inflationsrate anzuheben. «Wir
müssen den Einkommensteuertarif jedes Jahr an die Inflation anpassen.
Dafür müssen Grundfreibetrag und alle anderen Einkommensgrenzen um
die Inflationsrate erhöht werden», sagte er der Zeitung.
ddp.djn/roy
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