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London (BoerseGo.de) - Im ersten Quartal hat sich die Nachfrage nach Gold-Investments gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres mehr als verdreifacht und ein Rekordniveau erzielt. Dies geht aus einem Bericht des World Gold Council (WGC) hervor. Investoren haben sich zur Absicherung gegen den weltweiten Konjunkturabschwung vor allem in Gold-Exchange Traded Fund (ETF) geflüchtet. Ein Rückgang der Nachfrage aus der Schmuckbranche und im Bereich der Industrie wurde dadurch kompensiert. Der Goldpreis legte im ersten Quartal um 4,3 Prozent moderat zu.
Die Nachfrage nach Gold-Investments schoss im ersten Quartal auf Jahressicht von 171,3
metrischen Tonnen auf 595,9 metrische Tonnen nach oben. Die Investments in ETFs steuerten mit 465,1 metrischen Tonnen fast 80 Prozent zur gesamten Investitionsnachfrage und 45 Prozent zur gesamten Nachfrage in das Edelmetall bei. Die Nachfrage in das mit SPDR Gold Trust bezeichnete weltgrößte Gold-ETF lag bei 347,21 metrischen Tonnen. Die Nachfrage nach Goldschmuck schwächte sich auf Jahressicht um 24 Prozent auf 339,4 metrische Tonnen ab.
Die gesamte Gold-Nachfrage erhöhte sich im ersten Quartal um 38 Prozent auf 1.015,5 metrische Tonnen. Im Bereich von aufbereitetem Alt-Gold stellte sich ein Plus von 55 Prozent auf 558 metrische Tonnen ein.
Gemäß dem leitenden World Gold Council-Direktor George Milling-Stanley wurde ein enormer Betrag an Goldschrott generiert. Gleichzeitig gebe es eine rückläufige Goldschmucknachfrage. Die Investoren hätten in dem Edelmetall weiter einen sicheren Hafen erblickt. Zwar werde die Nachfrage aus der Schmuckbranche und Industrie angesichts des Umfelds voraussichtlich weiter schwächeln, jedoch dürfte die Nachfrage nach Investments auf robustem Niveau verharren. "Wir haben zwar erhebliche Zweifel an der Nachhaltigkeit der jüngsten Anzeichen in Richtung einer Konjunkturerholung, aber falls sich die Anzeichen für eine Belebung tatsächlich verstärken werden Inflationssorgen steigen. In diesem Fall erhält der Goldpreis voraussichtlich eine Unterstützung", heißt es weiter vom World Gold Council.
Analysten geben jedoch zu verstehen, dass sogar starke Zuflüsse in Goldinvestments nicht unbedingt mit höheren Preisen verbunden sind. Für die relativ verhaltene Preisentwicklung im ersten Quartal zeige sich vor allem die eingebrochene Industrienachfrage und der Sprung im Angebot für aufbereitetes Alt-Gold verantwortlich.
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