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Prenzlau (ddp-lbg) Ministerpräsident Matthias Platzeck ist
Spitzenkandidat der SPD bei den Landtagswahlen am 27. September. Der
SPD-Landesvorsitzende wurde auf einer Landesvertreterversammlung am
Samstag in Prenzlau auf Platz eins der Landesliste gewählt. Er
erhielt 95 Prozent der Stimmen. Für ihn votierten 116 der 122
Delegierten. Der 55-Jährige hatte die SPD bereits 2004 zum Wahlsieg
geführt.
Zuvor hatte Platzeck seine Partei auf die Landtagswahl
eingeschworen Die SPD habe seit 1990 alle Landtagswahlen gewonnen
und sei «die Brandenburg-Partei», sagte er. Diese Erfolgsgeschichte
müsse nach dem 27. September fortgeschrieben
werden. Dann werde er
gerne auch in den nächsten fünf Jahren als Ministerpräsident für ein
lebenswertes Land arbeiten.
«Wir kämpfen auch dafür, dass der nächste Bundeskanzler
Frank-Walter Steinmeier heißt», sagte Platzeck Beide Wahlkämpfe -
zur Landtags- und zur Bundestagswahl - seien für Brandenburg gleich
wichtig. Zugleich gab er als «Etappenziel» aus, dass am 27. September
«die menschenverachtenden Extremisten der DVU» nicht wieder in den
Landtag einziehen. «Ich möchte diese trüben Tassen nicht mehr in
unserem Landtag sitzen sehen», betonte er.
Platzeck kritisierte sowohl die «wilden Eskapaden» beim
Koalitionspartner CDU als auch das Gebaren der Linkspartei unter
Oskar Lafontaine All das könne sich Brandenburg nicht leisten, schon
gar nicht in der Krise. Platzeck kündigte an, dass die SPD ein
Schüler-Bafög einführen werde. Zudem wolle sie die Gruppenstärken in
den Kitas senken und 1250 neue Lehrer einstellen. «Mit uns
Brandenburger Sozialdemokraten wird es auch in Zukunft keine
Studiengebühren geben», versicherte er. Der Zugang zu Hochschulen
müsse erleichtert, nicht erschwert werden.
In der nächsten Wahlperiode solle zudem ein Mindestlohngesetz
verabschiedet werden Dann würden öffentliche Aufträge nur vergeben,
wenn Mindestlohn gezahlt wird. Platzeck bezeichnete Brandenburg als
«eines der modernsten Forschungslabore für erneuerbare Energien». Das
Land sei heute der wichtigste Photovoltaik-Produzent Deutschlands und
mit führend bei Windkraft. Der SPD-Politiker betonte, Brandenburg
solle ein ökologisches Industrieland werden.
(ddp)
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