|
Düsseldorf (ddp-nrw) Knapp ein Jahr vor der Landtagswahl in
Nordrhein-Westfalen wird der Ton in der schwarz-gelben
Regierungskoalition rauer. FDP-Generalsekretär Christian Lindner
attackierte am Montag in Düsseldorf NRW-Arbeitsminister Karl-Josef
Laumann (CDU), der am Wochenende als Bundesvorsitzender der
Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) wiedergewählt
worden war.
«Wenn Herr Laumann Linkspartei und Liberale in einem Atemzug
kritisiert, dann zeigt das den erschreckenden Verlust an politischer
Orientierung in Teilen der Union», rügte Lindner Wer nicht zwischen
«Gegnern unserer Gesellschaftsordnung und der FDP
als Anwalt der
Steuerzahler» unterscheiden könne, der verliere zudem jeden
moralischen Führungsanspruch. Die Union habe die FDP nach Jahren der
großen Koalition «ganz offensichtlich ganz bitter als Kompass und
Korrektiv nötig». Laumann persönlich sollte zudem nicht vergessen,
dass er ohne die Stimmen der FDP nicht Arbeitsminister im größten
Bundesland wäre und kein Gesetz auf den Weg bringen könnte.
Laumann hatte am Samstag auf der CDA-Bundestagung in Berlin der
FDP Populismus vorgeworfen Zugleich verglich er die Liberalen mit
der Linkspartei. Die Vorsitzenden der beiden größten populistischen
Parteien in Deutschland hießen Oskar Lafontaine (Linke) und Guido
Westerwelle (FDP), sagte Laumann.
(ddp)
|