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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Mittwoch mit Verlusten in den Handel gestartet. "Die Luft wird langsam dünner", sagte ein Börsianer mit Blick auf einen fast ungebremsten Anstieg des DAX (Xetra: Nachrichten) um über 13 Prozent in den vergangenen sieben Handelstagen. Der Leitindex verlor 0,30 Prozent auf 5.078,46 Zähler. Der MDAX fiel um 1,19 Prozent auf 6.017,79 Zähler. Für den TecDAX ging es um 0,48 Prozent auf 664,93 Punkte nach unten.
Aktien der Deutschen Post verloren marktkonforme 0,55 Prozent auf 9,995 Euro. Der niederländische Konkurrent TNT will
laut einem Pressebericht seinen Konkurrenzkampf gegen den deutschen Marktführer verschärfen. TNT (Amsterdam: TPG.AS - Nachrichten) plane eine Verbindung mit mehreren großen Zeitungsverlagen, um den Marktanteil in Deutschland auszubauen, berichtete die "Financial Times Deutschland". Ein Händler betrachtete diese Nachricht als keine große Überraschung, da der bisherige Marktanteil von TNT sehr niedrig ist. Deshalb gebe es auch keine ausgeprägte Kursreaktion.
An der Zahlenfront standen einige Unternehmen aus der zweiten Reihe im Fokus. Praktiker (Xetra: A0F6MD - Nachrichten) -Aktien brachen am MDAX (Xetra: Nachrichten) -Ende um 6,60 Prozent auf 7,08 Euro ein. Die Baumarktkette wies im zweiten Quartal wegen der schwachen Konjunktur weniger Umsatz und Ergebnis aus als im Vorjahr. Der Umsatz ging wegen Währungsverlusten in Osteuropa zurück. In der zweiten Jahreshälfte und damit auch im Gesamtjahr rechnet Praktiker weiterhin mit einem "moderaten" Umsatzrückgang. Das operative Ergebnis soll positiv ausfallen. Ein Händler sah Umsatz und EBITA im Rahmen der Schätzungen und lediglich den Überschuss deutlich darüber.
Dahinter verloren Anteilsscheine von Wincor Nixdorf (Xetra: A0CAYB - Nachrichten) 6,53 Prozent auf 39,91 Euro. Der Geldautomaten- und Kassensystemhersteller bekommt die Wirtschaftskrise stärker zu spüren und senkt seine Jahresprognose. Wegen der unsicheren Aussichten sei mit einem Umsatz "leicht unter Vorjahresniveau" zu rechnen, teilte Wincor am Mittwoch in Paderborn mit. Das operative Ergebnis werde aufgrund des Margendrucks negativ beeinflusst. Vorher war Wincor von einem Umsatz und Ergebnis auf Vorjahresniveau ausgegangen. Der Quartalsbericht stieß auf ein negatives Echo. Die Zahlen hätten die Erwartungen überwiegend verfehlt, sagte ein Börsianer. Einzig das EBITDA-Ergebnis liege im Rahmen der Schätzungen. "Die größte Belastung ist aber die Gewinnwarnung."
Dagegen legten TUI (Xetra: TUAG00 - Nachrichten) -Titel um moderate 0,23 Prozent auf 4,315 Euro zu. Die Anteilseigner der angeschlagenen TUI-Beteiligung Hapag-Lloyd wollen einem Pressebericht zufolge dem Unternehmen kurzfristig Liquidität verschaffen. Die Gesellschafter hätten sich auf einem Treffen am Montag im Grundsatz darauf verständigt, der Containerreederei mit Eigenkapital in dreistelliger Millionenhöhe auszuhelfen, berichtete die "Financial Times Deutschland" . Ein Händler wertete die Nachricht als tendenziell positiv für TUI.
Bei den Technologiewerten verbilligten sich Papiere der Software AG um 2,82 Prozent auf 49,92 Euro. Deutschlands zweitgrößter Softwarehersteller steigerte Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal leicht und erfüllte damit insgesamt die Markterwartungen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag etwas über der Prognose. Der gestiegene Überschuss traf die Schätzungen der von dpa-AFX befragten Analysten punktgenau. Ihre Jahresprognose wollen die Darmstädter erst bei der Bekanntgabe der Geschäftszahlen für das dritte Quartal aufstocken. Darin soll die für das vierte Quartal geplante Konsolidierung von IDS Scheer (Xetra: 625700 - Nachrichten) enthalten sein. Zunächst hieß es nur, das dritte Quartal dürfte keinen Aufschwung bringen. Von einem Börsianer hieß es, die endgültigen Zahlen enthielten im Vergleich sowohl zum vorläufigen Quartalsbericht als auch zu den Analystenschätzungen keine Überraschungen. "Nach der starken Kursentwicklung der vergangenen Tage kommen die Gewinnmitnahmen nicht unerwartet", fügte er hinzu./gl/rum
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