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Donnerstag 22. Oktober 2009, 07:31 Uhr

 

3. Quartal 2009 der Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG /
- Umsatz und Ertrag in Deutschland gegenüber Vorjahr gesteigert 
- Auslandsgeschäft konjunktur- und wechselkursbedingt weiter belastet
- Konzern-EBITA währungsbereinigt auf dem Niveau von 2007

   Die Praktiker Gruppe hat sich im dritten Quartal 2009 in einem 
anhaltend schwierigen internationalen Marktumfeld gut behauptet, vor 
allem aber die Profitabilität der Marke Praktiker in Deutschland 
deutlich gesteigert. Das operative Ergebnis (EBITA) auf Konzernebene 
betrug, bei einem Rückgang des Umsatzes um insgesamt 4,8 Prozent auf 
968,0 Millionen Euro, 34,3 Millionen Euro. Dieser Betrag liegt um 
15,8 Millionen Euro unter dem entsprechenden Quartalsergebnis des 
Rekordjahres 2008. Währungsbereinigt, also bei unveränderten 
Wechselkursen in den Auslandsmärkten, hätte das EBITA mit rund 40 
Millionen Euro das Niveau des Jahres 2007 erreicht. Während die 
anhaltende Rezession in den ost- und südosteuropäischen Märkten das 
Auslandsgeschäft weiter stark belastete, leistete das Inlandsgeschäft
erstmals im Krisenjahr 2009 wieder einen um 8,8 Prozent verbesserten 
Ergebnisbeitrag. Die Marke Praktiker steigerte ihre Ertragskraft 
gegenüber dem Vorjahresquartal sogar um 11,7 Prozent.

   Wolfgang Werner, Vorstandsvorsitzender der Praktiker Bau- und 
Heimwerkermärkte Holding AG, nannte dies "eine gute Ausgangsposition 
für den Endspurt in diesem an konjunkturellen Turbulenzen, 
Rückschlägen und Herausforderungen nicht armen Geschäftsjahr". 
Besonders erfreulich sei die Verbesserung von Umsatz und Ertrag in 
Deutschland und dass daran die Marke Praktiker maßgeblichen Anteil 
gehabt habe. Ihr Zugewinn an Profitabilität zeige, "dass sie den 
Spagat zwischen angemessener Margenpflege und aggressiver 
Preispolitik immer besser schafft". Im Blick auf das Gesamtjahr 2009 
rechnet Werner unverändert bei einem "moderat rückläufigen Umsatz mit
einem angemessenen, positiven EBITA". Für die weitere Zukunft äußerte
er sich verhalten optimistisch. "Ein konjunktureller Aufschwung, 
verbunden mit anhaltend niedriger Inflationsrate und allenfalls 
moderat steigenden Arbeitslosenzahlen, wäre für den Praktiker Konzern
die beste Ausgangsbasis für die Rückkehr in die Erfolgsspur, also für
weiteres profitables Wachstum". Dieser Aufschwung könne in 
Deutschland schon 2010 spürbar werden, in den Auslandsmärkten "eher 
später".

   Der Konzernumsatz lag im dritten Quartal bei 968,0 Millionen Euro 
und damit um 4,8 Prozent unter Vorjahr (1.017,3  Millionen Euro). 
Zurückzuführen ist der Rückgang ausschließlich auf das schleppende 
internationale Geschäft, das nach wie vor geprägt ist von 
konjunktureller Kaufzurückhaltung und negativen Wechselkurseffekten. 
Währungsbereinigt hätte der Quartalsumsatz mit einem Minus von nur 
0,8 Prozent nahezu das Vorjahresniveau erreicht.

   Das operative Konzernergebnis betrug im dritten Quartal 34,3 
Millionen Euro. Gegenüber dem Spitzenwert des Vorjahres (50,1 
Millionen Euro) entspricht dies einem Rückgang um 31,5 Prozent. 
Ursächlich dafür ist ebenfalls die nach wie vor schwierige Situation 
der Praktiker (Xetra: A0F6MD - Nachrichten)
-Auslandsmärkte. Ohne die dort aufgetretenen negativen 
Wechselkurseffekte wäre das im Segment International erwirtschaftete 
EBITA um gut fünf Millionen Euro höher ausgefallen. Allerdings hat 
sich der Ergebnisrückgang gegenüber der Entwicklung des ersten 
Halbjahres deutlich abgeschwächt, weil sich die Ertragslage des 
Inlandsgeschäfts verbessert hat und die Anfang 2009 eingeleiteten 
Maßnahmen zur Kostenkontrolle, Effizienzsteigerung und 
Liquiditätssicherung zunehmend greifen.

   Die liquiden Mittel des Praktiker Konzerns beliefen sich zum 30. 
September 2009 auf gut 294 Millionen Euro. Das waren rund 60 
Millionen Euro mehr als am 31. Dezember 2008. Gute Fortschritte beim 
Abbau von Vorräten haben außerdem zu einer Verbesserung des working 
capital geführt, die Nettoverschuldung ist im Vergleich zum 
Jahresbeginn deutlich gesunken. Werner weiter: "Wir haben immer 
gesagt, dass in diesem Jahr neben der Ergebnis- auch die 
Liquiditätssicherung höchste Priorität hat. Daran hat sich bis heute 
nichts geändert. Und daran wird sich zunächst auch nichts ändern."

   Deutschland: Mehr Umsatz und Ertrag

   In Deutschland hat sich das Geschäft der Praktiker Gruppe weiter 
spürbar erholt. Das operative Ergebnis erhöhte sich im dritten 
Quartal gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum von 16,7 auf 
18,2 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 8,8 Prozent. Einen
besonderen Anteil daran hatte die Vertriebslinie Praktiker, deren 
EBITA-Beitrag um 11,7 Prozent - von 11,7 auf 13,0 Millionen Euro - 
wuchs. Sie konnte damit die Verluste aus den ersten sechs Monaten 
nicht nur ausgleichen, sondern in die Gewinnzone zurückkehren. 
Möglich wurde dies, weil Praktiker seine zu hohen Vorräte erfolgreich
abbauen konnte und in Folge dessen wieder deutlich weniger Umsatz 
treibende Rabattaktionen einsetzen musste. Das kam der 
Rohertragsmarge zugute. Max Bahr, traditionell als margenstarke 
Premium-Marke aufgestellt, steuerte ein EBITA in Höhe von 5,0 
Millionen Euro (Vorjahr 4,6 Millionen Euro) bei.

 Auch der im Inland (London: INL.L - Nachrichten) erzielte
Umsatz nahm im dritten Quartal leicht 
zu. Er erreichte 663,5 Millionen Euro, 1,0 Prozent mehr als im 
gleichen Zeitraum des Vorjahres (656,9 Millionen Euro). Sowohl Max 
Bahr als auch Praktiker, das den positiven Trend der Vormonate trotz 
deutlich reduzierter Anzahl an 20-Prozent-Rabattaktionen fortsetzen 
konnte, erlösten 1,3 Prozent mehr. Das Segment "Sonstiges", in dem 
hauptsächlich die Vertriebslinie extra BAU+HOBBY sowie deren 
Franchise- und Vertriebspartnerschaften zusammengefasst sind, machte 
geringfügig weniger Umsatz.

   Ausland: Weiter starke Belastung durch Währungseffekte

   Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Auslandsgeschäft 
des Praktiker Konzerns sind nach wie vor extrem schwierig. Der 
operative Ergebnisbeitrag im dritten Quartal lag mit 16,1 Millionen 
Euro um 51,7 Prozent unter Vorjahr (33,4 Millionen Euro), die 
Umsatzerlöse sanken um 15,5 Prozent von 360,4 auf 304,5 Millionen 
Euro. Auf vergleichbarer Fläche ging der Umsatz um 18,9 Prozent 
zurück. Dabei ist zu berücksichtigen: Negative Wechselkurseffekte 
machten rund zwei Drittel der Umsatzverluste und knapp 30 Prozent des
Rückgangs beim operativen Ergebnis aus. Währungsbereinigt hätte das 
internationale Geschäft beim EBITA um 5,1 Millionen Euro höher 
gelegen, der Umsatz wäre lediglich um 4,5 Prozent zurückgegangen.

   Betroffen von den Folgen der Rezession in Ost- und Südosteuropa 
sind alle Praktiker-Länder, allerdings in unterschiedlicher 
Ausprägung. So hat sich die Umsatzentwicklung in Polen, Rumänien, 
Griechenland und der Türkei - wie auch in Luxemburg - gegenüber dem 
ersten Halbjahr verbessert, auch wenn sie noch deutlich unter den 
entsprechenden Vorjahreswerten lag. In Bulgarien, Ungarn und der 
Ukraine ist eine Trendwende noch nicht erkennbar.

   Ausblick: Bisherige Jahresprognose bleibt bestehen

   Zum Ausblick betonte Werner, dass die konjunkturelle Unsicherheit 
trotz mancher positiver Signale weiterhin groß sei. Deshalb rechne 
das Management für den Praktiker Konzern auch nach Ablauf von neun 
Monaten für das Gesamtjahr 2009 mit einem moderaten Rückgang des 
Umsatzes, jedoch weiterhin mit einem "angemessenen, positiven 
operativen Ergebnis (EBITA)". Daneben behalte das Ziel der 
Liquiditätssicherung oberste Priorität. Aus diesem Grund würden alle 
Bestrebungen zur Kostensenkung, zur Begrenzung der Investitionen und 
zum Abbau der Vorräte unverändert fortgeführt. 

Originaltext:         Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte AG
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/32439
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Pressekontakt:
Harald Günter
Leiter Presse & Kommunikation
Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG
Am Tannenwald 2
D-66459 Kirkel 
Tel.:   +49 (0)6849 95-2030
Fax:    +49 (0)6849 95-1139
E-Mail: GuenterH@praktiker.de
 
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