|
(Neu: Details zu Prognose, Stellungnahme des Unternehmens)
An der Marschroute, American Water ganz abzugeben, will RWE (Xetra: 703712 - Nachrichten) festhalten. "Wir haben weiterhin das feste Ziel American Water vollständig zu verkaufen", sagte Konzernsprecher Jürgen Frech. "Auf dem Weg (WEGE3.SA - Nachrichten) dahin haben wir ein wichtiges Teilziel erreicht." Der Konzern müsse aber eine weitere Wertberichtigung
vornehmen. Bereits 2007 hatte eine Berichtigung von 492 Millionen Euro bei der Wassertochter das Nettoergebnis belastet. Durch den Erlös aus dem Verkauf von 36 Prozent von American Water fließen RWE 1,2 Milliarden US-Dollar (0,8 Mrd Euro) zu. Ursprünglich hatte die Gesellschaft mit einem Erlös in Höhe von rund 2 Milliarden Dollar gerechnet. RWE hatte American Water im Jahr 2001 für 4,6 Milliarden Dollar gekauft. Dabei war US-Wasserunternehmen mit 3 Milliarden Dollar Schulden belastet. Wie RWE mitteilte, musste der Preis für die American-Water-Aktie wegen des schwachen Marktumfelds auf 21,50 Dollar gesenkt werden. Zuletzt hatte der Konzern einen Preis von 24 bis 26 Dollar angepeilt. Die Erstnotiz des Wasserversorgers an der Wall Street war noch für Mittwoch geplant. An den Prognosen für das Betriebsergebnis und für den um Sondereffekte bereinigten Gewinn werde RWE festhalten, betonte Frech. Das Betriebsergebnis soll mindestens den Wert aus dem Vorjahr von 6,52 Milliarden Euro erreichen, der Gewinn ohne Sondereffekte mindestens um zehn Prozent steigen. Die Börse quittierte den Abschlag auf den Preis der American Water-Aktie mit leichten Schwankungen beim RWE-Papier. Am Mittag lag der Wert nach leichten Rückgängen sogar im Plus. "Die Sache mit American Water ist kein operatives Problem, sondern eine einmalige Belastung", sagte ein Händler der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX./wd/DP/edh/zb
|