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Heidelberger Druck verkaufen
Freitag 23. Mai 2008, 13:01 Uhr

 

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Heidelberger Druck-Aktie (ISIN DE0007314007/ WKN 731400) nach wie vor mit "verkaufen" ein.

Die Heidelberger Druckmaschinen AG habe im Vorfeld der zuletzt publizierten vorläufigen Zahlen für 2007/08 einen Umsatz prognostiziert, der 3% unter dem aus dem Geschäftsjahr 2006/07 gelegen habe. Die vorläufigen Zahlen hätten nun einen Umsatz gezeigt, der um 3,5% unter diesem
Niveau gelegen habe. Bezüglich des EBIT habe es eine Guidance von mindestens 260 Mio. EUR gegeben. Diese Guidance habe leicht übertroffen werden können. Der Jahresüberschuss, zu dem es zuvor seitens der Gesellschaft keine Aussagen gegeben habe, habe aufgrund einer besseren Steuerquote sowie eines besseren Finanzergebnisses über der Schätzung der Analysten gelegen.

Trotz des enttäuschenden Ergebnisses habe der Free Cashflow mit 215 Mio. EUR (Vorjahr: 229 Mio. EUR) weiterhin auf einem hohen Niveau gelegen. Die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr solle sich mit 0,95 EUR auf dem Niveau des Vorjahres bewegen.

Der Auftragseingang habe im abgelaufenen Geschäftsjahr 3,65 Mrd. EUR erreicht und damit rund 5% unter dem Vorjahreswert gelegen. Die Auftragseingänge aus den USA, Großbritannien und Japan seien nicht zufriedenstellend gewesen, während China aufgrund der geklärten Zollsituation wieder habe zulegen können. Aus den USA sei es sogar zu Stornierungen von Aufträgen gekommen.

Die Gesellschaft warte den Auftragseingang der Leitmesse drupa ab, bevor eine Guidance für das laufende Geschäftsjahr gegeben werde. Fest stehe, dass die Gesellschaft das schwache operative Ergebnis des Geschäftsjahres nicht erreichen werde. Belastend würden sich nach den Schätzungen der Analysten die drupa-Kosten (etwa 30 Mio. EUR), negative Einflüsse aus den Wechselkursen (vornehmlich USD mit 35 Mio. EUR bis 40 Mio. EUR), die Verteuerung der Materialkosten (10 Mio. EUR bis 15 Mio. EUR) sowie Ramp-up-Costs und zurückgehende Ergebnisse im Segment Financial Services auswirken.

In ihren Schätzungen gehen die Analysten vom Bankhaus Lampe zum jetzigen Zeitpunkt von Umsätzen auf dem Niveau des vergangenen Geschäftsjahres aus, bei einem EBIT, welches um rund 100 Mio. EUR unter dem des Geschäftsjahres 2007/08 liegen wird.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres werde, vor allem aufgrund der Kosten für die drupa, die hauptsächlich in diesem Quartal anfallen würden, ein negatives Ergebnis realisiert werden, so dass weiterer negativer Newsflow vorprogrammiert erscheine.

Zwar habe die Gesellschaft bereits einige Gegenmaßnahmen genannt, um die Ergebnisse des Konzerns wieder zu verbessern, wie z.B. die Ausweitung des Geschäfts mit Verbrauchsmaterialien - vor Kurzem sei die Übernahme eines Spezial-Drucklack-Herstellers mit einem Umsatz in 2007 von 25 Mio. EUR verkündet worden - sowie des Service. Allerdings gebe es auf anderen Baustellen wie der Fertigung in China Probleme.

Die Anlageempfehlung "verkaufen" der Analysten vom Bankhaus Lampe für die Heidelberger Druck-Aktie hat weiterhin Bestand. Das Kursziel werde unverändert bei 14 EUR gesehen. (Analyse vom 23.05.2008) (23.05.2008/ac/a/d)Offenlegungstatbestand nach WpHG §34b: Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.

Analyse-Datum: 23.05.2008

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Daten
Name Heidelberger Druckmaschinen AG
WKN 731400
Branchen Anlagen-/Maschinenbau
Spezialmaschinenbau

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