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DJ McCreevy will auf EU-Pass für Investmentfonds verzichten
BRÜSSEL (Dow Jones)--Für Investmentfonds soll es vorerst keinen EU-Pass geben. Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy erklärte am Freitag während einer Rede in Dublin, er werde bei den Reformvorschlägen zur Richtlinie der OGAW-Verwaltungsgesellschaften (Organismen für gemeinsame Anlage in Wertpapiere) darauf verzichten. Bei Investorschutz oder wirksamer Fonds-Aufsicht wolle er keine Kompromisse eingehen.
Zunächst müssten alle Aufsichtsfragen gelöst werden, die von den nationalen Regulierungsbehörden der Mitgliedstaaten aufgeworfen worden seien, sagte McCreevy. Hierzu sollten die Regulierer gemeinsam mit dem EU-Ausschuss zur Aufsicht der Wertpapierregulierer (CESR) "robuste" Lösungen erarbeiten. McCreevy will den Vorschlag zur Revision der OGAW-Direktive in den kommenden Wochen vorlegen.
In der Konsultation zu dem Reformvorhaben waren zwar von vielen Teilnehmern die theoretischen Vorteile eines EU-Passes für Investmentfonds hervorgehoben worden - wie beispielsweise weniger Kosten für Bürokratie, Personal oder rechtliche Schritte. Es wurde aber auch auf Schwierigkeiten hingewiesen, wie Steuerfragen und der mangelnden Konvergenz der nationalen Aufsichtsbehörden. Irland, die Heimat des Binnenmarktkommissars, und Luxemburg hatten sich gegen einen Fonds-Pass ausgesprochen, weil sie aufgrund ihrer Steuerregeln wichtige OGAW-Standorte sind.
Mit der Überarbeitung der OGAW-Richtlinie soll die Entwicklung eines Binnenmarkts für Investmentfonds vorangetrieben und so der Wettbewerb am Privatkundenmarkt für Finanzdienstleistungen verbessert werden. Derzeit machen OGAW laut Kommission rund 75% des europäischen Investmentfondsmarkts aus. Verwaltet werden rund 6 Bill EUR. Einem wirksamen Binnenmarkt für Investmentfonds wird auch eine entscheidende Bedeutung für eine bessere Altersversorgung beigemessen.
DJG/ang/kth
(END) Dow Jones Newswires
May 23, 2008 10:22 ET (14:22 GMT)
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