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Fresenius Medical Care kaufen
Montag 23. Juni 2008, 16:26 Uhr

 

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Leslie Iltgen, Analystin vom Bankhaus Lampe, empfiehlt die Aktie von Fresenius Medical Care (ISIN DE0005785802/ WKN 578580) nach wie vor zu kaufen.

Die Geschäftszahlen für das Jahr 2007 seien wie erwartet gut ausgefallen und hätten teilweise sogar etwas über den Erwartungen der Analysten gelegen. Den Umsatz habe Fresenius Medical Care um 14% auf insgesamt 9,72 Mrd. USD steigern können (2007e: 9,67 Mrd. USD). Das EBIT habe 1,58 Mrd.
USD (2007e: 1,57 Mrd. USD) erreicht. Die EBIT-Marge habe nach 15,5% im Vorjahr bei nun 16,3% gelegen. Das Nettoergebnis habe um 34% auf 717 Mio. USD zugelegt (2007e: 712 Mio. USD). Der Gewinn je Aktie habe damit bei 2,43 USD bzw. 0,56 EUR je Vorzugsaktie gelegen. Das Verhältnis Verschuldung zu EBITDA sei von 3,2 auf 2,8 gesunken und dürfte künftig unter das aktuelle Niveau sinken.

Insbesondere bei den Dialyseprodukten habe Fresenius Medical Care im abgelaufenen Geschäftsjahr mit +18% auf 2,5 Mrd. USD einen deutlichen Umsatzzuwachs erzielen können. Der Bereich der Dialysedienstleistungen habe ebenfalls mit einem zweistelligen Umsatzplus von 13% auf 7,2 Mrd. USD aufwarten können. Das Patientenwachstum habe sich mit +6% ungebrochen stark gezeigt. Gleiches gelte für die deutlich gestiegene Anzahl durchgeführter Behandlungen (+11% auf 26,44 Mio.).

Regional betrachtet zeige sich im asiatischen Raum mit +40% (jedoch nur 5% Umsatzbeitrag) das dynamischste Umsatzwachstum. In Nordamerika, wo 69% der Umsätze generiert würden, habe das organische Wachstum bei 5% gelegen. Die leicht rückläufige Kostenerstattung in den USA habe mittels Kostensenkungsmaßnahmen erfolgreich überkompensiert werden können und zur positiven Margenentwicklung beitragen.

Auch das erste Quartal 2008 habe eine anhaltend positive Entwicklung gezeigt. Die Umsatzerwartungen der Analysten vom Bankhaus Lampe in Höhe von 2,5 Mrd. USD (+8%) wurden erfüllt. Die Umsatzsteigerung sei wieder von beiden Segmenten getragen worden: Dialysedienstleistungen (+15% auf 1,84 Mrd. USD) und Dialyseprodukte (+19% auf 667 Mio. USD). Fresenius Medical Care habe von einer weiter steigenden Patienten- (+5%) und Behandlungszahl profitieren können.

Beim EBIT hingegen habe das tatsächliche Ergebnis mit 389 Mio. USD (+7%) unter den von den Analysten geschätzten 404 Mio. USD gelegen. Die EBIT-Marge sei von 15,7% auf 15,5% zurückgegangen. Ursächlich hierfür seien höhere F/E-Ausgaben sowie die weitere Expansion des internationalen Dialysedienstleistungsgeschäfts gewesen (was u.a. auch eine gestiegene Anzahl an Kliniken mit einschließe). Beim Nettoergebnis seien die Analysten im Vorfeld von 188 Mio. USD ausgegangen. Tatsächlich habe sich ein Nettoergebnis in Höhe von 186 Mio. USD ergeben, was zu einem Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,63 USD geführt habe.

Mit Umsatzerwartungen in Höhe von 10,45 Mrd. USD und einem Nettoergebnis für 2008e von 827 Mio. EUR liegen die Analysten vom Bankhaus Lampe etwas über dem vom Management gegebenen Ausblick (Umsatz von mehr als 10,4 Mrd. USD und Jahresüberschuss zwischen 805 Mio. USD und 825 Mio. USD). Für 2008 plane Fresenius Medical Care Investitionen im Gesamtumfang von rund 800 Mio. USD bis 1.000 Mio. USD, davon würden rund 150 Mio. USD bis 250 Mio. USD auf weitere Akquisitionen entfallen. Das Verhältnis Verschuldung/EBITDA solle bis Ende des laufenden Geschäftsjahres bei unter 2,8 liegen (Q1/2008: 2,82).

Für die kommenden Jahre gehe man weiterhin von einem Umsatzwachstum in Höhe von rund 7,5% bis 8% p.a. aus, gestützt von weltweit steigenden Patientenzahlen (rund +5,5% bis 6% p.a.), dem Ausbau des Kliniknetzwerks, weiteren Innovationen bei Dialyseprodukten (beispielsweise tragbare Niere) und -dienstleistungen sowie der Erweiterung des Portfolios für Arzneimittel im Dialysesegment (neben Phosphatbinder Phoslo, Eisenpräparate, Vitamin D, u.a.). 2010 strebe das Management Umsätze von über 11,5 Mrd. USD an.

Im Fokus der künftigen Akquisitionstätigkeit würden der asiatische Markt, aber auch Länder Südamerikas und Osteuropas stehen. Hier könne für die kommenden Jahre mit zweistelligen Wachstumsraten gerechnet werden, gestützt von der starken Wirtschaftsentwicklung und einem entsprechend hohen Bevölkerungsanteil.

Die Erstattungspolitik für Dialysedienstleistungen in den einzelnen Ländern werde dabei sicherlich mit erfolgsentscheidend sein. In den USA etwa würden die Analysten 2009/2010 mit einer Erhöhung der Composite Rate (+1%) rechnen. Ferner könnte es bis 2011 zur Einführung einer Bundled Rate (inkl. Inflationsausgleich) kommen. In Europa könnte das jüngst in Portugal eingeführte Vergütungssystem auch für andere Länder Modellcharakter haben und mittel- bis langfristig zu einer weiteren Margenverbesserung beitragen.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe bewerten die Fresenius Medical Care-Aktie weiterhin mit "kaufen". Das Kursziel sehe man unverändert bei 42 EUR. (Analyse vom 23.06.2008) (23.06.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 23.06.2008

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Daten
Name Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (FMC) St.
WKN 578580
Branchen Pharma
Medizinische Produkte / Medizintechnik
Gesundheitsdienstleister

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