Düsseldorf (ddp). Mit Warnstreiks haben am Mittwoch bundesweit
3000 Beschäftigte des privaten Versicherungsgewerbes Druck auf die
Arbeitgeber gemacht. Kurz vor der dritten Runde der Tarifgespräche am
28. November in Hamburg beteiligten sich allein in
Nordrhein-Westfalen rund 1500 Versicherungsbeschäftigte an den
Arbeitsniederlegungen in Düsseldorf und Duisburg, wie die
Gewerkschaft ver.di mitteilte. Weitere Warnstreiks gab es in Hamburg
und Mannheim.
Betroffen waren den Angaben zufolge in Düsseldorf
Ergo-Gesellschaften wie Victoria-Versicherung, Itergo und
Hamburg-Mannheimer sowie die Provinzial Rheinland Versicherungen. In
Duisburg waren es AXA und die HUK Coburg. Am Donnerstag sollen die
Warnstreiks in Köln fortgesetzt werden. Erwartet werden 1000
Teilnehmer.
Die Arbeitgeber des privaten Versicherungsgewerbes, die in den
beiden vergangenen Jahren laut ver.di hervorragende
Geschäftsergebnisse erzielten, hatten auch nach der zweiten
Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt. Vielmehr forderten sie
massive Einschnitte in den Tarifvertrag.
Die Gewerkschaft will wegen der erneut anstehenden
Umstrukturierungen der Branche den Ausschluss betriebsbedingter
Kündigungen vereinbaren. Sie fordert zudem eine Erhöhung der
Gehälter, Verantwortungszulagen und Ausbildungsvergütungen um
insgesamt 4,5 Prozent. Die von ver.di vorgeschlagene Verlängerung des
auslaufenden Altersteilzeit-Vertrages lehnen die Arbeitgeber mit dem
Hinweis ab, sie wollten weiteren Personalabbau über betriebsbedingte
Kündigungen abwickeln.
(ddp)