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Tarifgespräche im NRW-Groß- und Außenhandel abgebrochen
Mittwoch 24. Juni 2009, 14:30 Uhr

 

Krefeld/Düsseldorf (ddp-nrw) Die Tarifverhandlungen für die 260 000 Beschäftigten des Groß- und Außenhandels in Nordrhein-Westfalen sind am Mittwoch in Krefeld ergebnislos abgebrochen worden. Ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di teilte mit, die Arbeitgeber hätten sich geweigert, ein Lohn- oder Gehaltsangebot abzugeben. Ein neuer Verhandlungstermin wurde nicht festgelegt.

verdi-Verhandlungsführer Günter Domke warf der Arbeitgeberseite vor, anstelle eines fairen Angebots für die Beschäftigten Bedingungen gestellt zu haben. So habe die Gewerkschaft einer sogenannten Beschäftigungssicherung zustimmen sollen, die sich
bei genauerem Hinsehen «als Mogelpackung entpuppt» habe.

Dazu gehöre die Kürzung des tariflichen Kurzarbeitergeld-Zuschlages und die Möglichkeit der Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit bis zu 30 Stunden ohne Entgeltausgleich Außerdem sollten befristete Arbeitsverhältnisse nicht mehr höchstens dreimal in zwei Jahren, sondern sechsmal in vier Jahren verlängert werden können.

«Das ist mit uns nicht zu machen», sagte Domke Die große Tarifkommission werde nun das weitere Vorgehen beraten. Streiks seien nicht ausgeschlossen, betonte der ver.di-Verhandlungsführer. In elf Groß- und Außenhandelsbetrieben in NRW war in den vergangenen Tagen die Arbeit niedergelegt worden.

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten der Branche eine Erhöhung der Gehälter und Löhne um acht Prozent, mindestens um 175 Euro

(ddp)

 

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