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Zinssitzung: Fed zerstreut Inflationssorge
Donnerstag 25. Juni 2009, 01:05 Uhr

Dass die US-Notenbank den Leitzins nicht antasten wird, darüber waren sich Experten einig. Sie blickten vor allem auf den Ausblick der Fed, der überraschend zuversichtlich ausfiel - die Aktienkurse in New York gaben dennoch nach.

Die Währungshüter der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) haben klargemacht, dass ihre geldpolitische Lockerung nicht zu einem Preisdruck beiträgt. "Die Inflation wird einige Zeit gedämpft bleiben", hieß es am Mittwoch in der Abschlusserklärung ihres zweitägigen
Treffens. Sie behielten ihre Leitzinsen zwischen 0 bis 0,25 Prozent und kündigten an, dass dieses Niveau eine ausgedehnte Zeit bestehen bleibe. Die Wertpapieraufkäufe wurden zudem nicht ausgeweitet.

Damit dämpfte die Fed Erwartungen, wonach die Notenbanker bereits in diesem Jahr wieder damit beginnen würden, die Zinsen anzuheben. An den Finanzmärkten war auf diesen Schritt bereits spekuliert worden, nachdem sich der Jobabbau im Mai deutlich verlangsamt hatte.

Der Abschwung verliere an Tempo, hieß es von der Fed. Zudem hätten sich die Bedingungen am Finanzmarkt verbessert. Erstmals seit Längerem warnten die Notenbanker nicht mehr vor einer Deflation, also einem krisenhaften Preisverfall. Anderseits erwarten sie auch keinen aufkommenden Kosten- und Inflationsdruck durch die jüngst gestiegenen Rohstoffpreise.

Die US-Notenbank will für 1750 Mrd. $ Wertpapiere vom Markt nehmen, darunter auch 300 Mrd. $ an US-Staatsanleihen. Sie hofft, die langfristigen Zinsen zu drücken und so die Kreditvergabe an Unternehmen und Verbraucher anzuschieben. Gleichzeitig weitet sie damit die Geldmenge stark aus, was bei einigen Anlegern zuletzt Inflationssorgen schürte.

Bisher haben die Notenbanker den Rahmen der geplanten Wertpapieraufkäufe nicht völlig ausgeschöpft. Von der Gesamtsumme erwarben sie erst rund 700 Mrd. $. Die Käufe sind das einzig verbliebene Instrument der Notenbanker, da sie die Leitzinsen nicht mehr senken können. Mit dem jüngsten Anstieg der Renditen bei Staatspapieren und den steigenden Hypothekenzinsen hatten Beobachter darauf spekuliert, die Fed könnte ihr Aufkaufprogramm ausweiten. Einige Volkswirte begründeten dies jedoch auch mit den besseren Aussichten.

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