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Ludwigshafen (ddp.djn). Der Chemiekonzern BASF klagt gegen die
Europäische Kommission wegen des langwierigen Zulassungsverfahrens
für den Anbau der Genkartoffel «Amflora». Am Donnerstag habe man eine
Untätigkeitsklage beim Europäischen Gericht erster Instanz in
Luxemburg eingereicht, teilte das Unternehmen am Donnerstag in
Ludwigshafen mit.
Nach Ansicht des Konzerns wurde von der Kommission das
Zulassungsverfahren für den Anbau von «Amflora» wiederholt verzögert,
besonders im Zeitraum zwischen Juli 2007 und Mai 2008. Die
Genehmigung sei nicht erteilt worden, obwohl alle anderen
Zulassungsschritte bereits erfolgreich durchlaufen worden seien,
argumentiert BASF. Dadurch seien dem Konzern geschätzte
Lizenzeinnahmen von 20 Millionen bis 30 Millionen Euro für jedes
Anbaujahr entgangen, hieß es.
Vonseiten des Kommissionspräsidenten Jose Manuel Barroso habe es
zwar zwischenzeitlich auch positive Signale gegeben. «Wir sind jedoch
nicht bereit, weitere Verzögerungen hinzunehmen», sagte
BASF-Vorstandsmitglied Stefan Marcinowski. Nach Angaben des
Unternehmens dauert das Zulassungsverfahren für «Amflora» bereits
zwölf Jahre.
Die Genkartoffel hat einen höheren Stärkegehalt als andere
Kartoffeln und soll für industrielle Zwecke eingesetzt werden, etwa
in der Papier-, Garn- und Klebstoffindustrie. Im Juni war ein
Versuchsfeld der BASF bei Ludwigshafen, auf dem auch
«Amflora»-Pflanzen angebaut waren, von unbekannten Tätern zerstört
worden.
(ddp)
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