Stuttgart (www.rohstoffe-go.de [Link 1]) Nachdem die Marke von 950 Dollar pro Unze in der letzten Woche mit einigem Schwung genommen wurde, erwarten einige Analysten und Experte nun, dass sich der Goldpreis zu ganz neuen Höhe aufschwingen wird. Und es gibt erste Indizien, dass das Interesse an dem gelben Metall, das im letzten Monat eher statisch schien, wieder ansteigt. So haben zum Beispiel die indischen Goldimporte wieder etwas angezogen, doch ist dies ein unsicheres Zeichen, denn mit den wieder höheren Goldpreisen könnte diese Entwicklung wieder zum Stillstand kommen.
Die Belebung des aktiven Interesses der Anleger an Gold zeigt
sich zuverlässiger in den letzten Zahlen aus dem Bereich der Gold-ETFs. So sind die physischen Bestände des SPDR Gold, des größten Vertreters der Industrie weltweit, um 13,14 Tonnen oder 1,2 Prozent gestiegen und liegen nun bei 1.119 Tonnen, nachdem sich seit dem 17. April weder in die eine noch die andere Richtung viel getan hatte. Zwar liegt die Menge des physischen Goldes, mit dem der ETF seine Papiere unterlegt, immer noch gut 8,9 Tonnen unter dem Rekordhoch von ca. 1.127,7 Tonnen vom 9. April, doch stehen die Chancen gut, dass dieses Niveau wieder erreicht wird. Denn es scheint, als wären die Wochen des möglicherweise fehlgeleiteten Optimismus nun zunächst vorbei.
Von den wichtigen Märkten in den USA und in Großbritannien werden heute auf Grund von Feiertagen keine Impulse kommen, aber zumindest die europäischen Börsen gehen derzeit auf Talfahrt. Wenn der amerikanische Markt diese Bewegung morgen dann nachvollzieht, könnte das dazu führen, dass mehr Anleger überzeugt werden, dass der Aufschwung der Aktienmärkte zumindest fürs Erste vorbei ist. Und damit zu weiteren Goldkäufen.
Auch Silber konnte von diesen Entwicklungen profitieren, obwohl das Metall unter der stark eingebrochenen Industrienachfrage leidet. Viele Investoren sehen Silber als günstigeren Weg an, in den Edelmetallsektor zu investieren; unter anderem da der Silberpreis in der Regel von Goldpreis gezogen. Aktuell notiert Silber mit einem Preis von 14,59 Dollar je Unze und damit etwas unter dem Hoch vom vergangenen Freitag.
Eine ganze Reihe von Wirtschaftsexperten hat mittlerweile zudem auf die Parallelen der aktuellen Situation mit der Großen Depression und dem japanischen Deflationsszenario hingewiesen. Diese zeigten, dass, sollte sich die Geschichte wiederholen, die Märkte noch für eine lange, lange Zeit fallen könnten. Hinzu kommt, dass es erste Anzeichen gibt, dass die chinesische und die russische Zentralbank verstärkt Gold kaufen, während die westlichen Zentralbanken zumindest derzeit nicht verkaufen. Was mittel- und langfristig zu weiter steigenden Gold- und Silberpreisen führen könnte...
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