Hongkong 25.06.2009 (www.emfis.com [Link 1]) Die Daten zu den Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter in den USA und die Entscheidung der amerikanischen Notenbank, den Leitzins nicht anzuheben, wurden heute in Asien positiv aufgenommen. Daneben hatte die südkoreanische Regierung ihre Wachstumsprognose angehoben, und rechnet für dieses Jahr inzwischen nur noch mit einer Verringerung der Wirtschaftsleistung um 1,5 Prozent. Händler erklärten, dass außerdem viele Marktteilnehmer von der gestrigen Erholung überrascht worden sind, und heute Short-Covering betreiben mussten.
Trotz einer eher mäßigen Entwicklung in den USA setzte
die japanische Börse heute ihre Erholung fort. Der Nikkei 225 kam um 2,2 Prozent auf 9796 Punkte voran, und hat damit die Abschläge seit Wochenbeginn wieder ausbügeln können. Der breitere Topix stieg um 1,9 Prozent auf 920 Zähler. Unterstützung kam unter anderem vom fallenden Yen, was die Exportwerte beflügelte. Im Autosektor gewannen Honda 2,3 Prozent und Toyota 2,2 Prozent hinzu. Die Elektronikwerte profitierten daneben noch von den guten Vorgaben ihrer US-Pendants an der Nasdaq (NASDAQ: Nachrichten) . Sony (München: 853687 - Nachrichten) verbesserten sich um 2,0 Prozent und Canon (Berlin: CNN1.BE - Nachrichten) um 2,2 Prozent. Im Halbleitersegment legten Advantest (Berlin: VAN.BE - Nachrichten) 2,0 Prozent und Tokyo Electron (Frankfurt: 865510 - Nachrichten) 4,1 Prozent zu. Daneben wurde auch bei den Finanzwerten wieder zugegriffen. Hier stiegen Nomura um 4,8 Prozent und Mitsubishi UFJ um 2,0 Prozent. Aozora Bank sprangen um 10,8 Prozent und Shinsei Bank (Berlin: LCJ.BE - Nachrichten) um 11 Prozent nach oben. Die beiden Institute hatten heute bestätigt, in Fusionsverhandlungen zu stehen. Aus einem Zusammenschluss der beiden Häuser würde Japans sechstgrößte Bank entstehen.
Auch an der Börse in Seoul ging es heute weiter nach oben. Der Kospi legte 2,1 Prozent auf 1392 Stellen zu, und kam damit knapp unterhalb der psychologisch bedeutsamen 1400-Punkte-Linie zum Stehen. Insbesondere die Auslandsanleger, die zuletzt zu den Nettoverkäufern gehört hatten, griffen heute wieder beherzt zu. Gefragt waren unter anderem die Titel aus dem Metallbereich, nachdem sich ein Anstieg der Stahlpreise in China ergeben hatte. Dies brachte Posco (005490.KS - Nachrichten) um 2,5 Prozent und Hyundai Steel (004020.KS - Nachrichten) um 1,4 Prozent nach oben. Die Aktie von Korea Zinc (010130.KS - Nachrichten) stieg dank höherer Zink-Notierungen um 5,0 Prozent. Im Finanzsektor verbesserten sich KB Financial um 2,8 Prozent und Hana Financial um 4,1 Prozent. Dagegen konnten sich Woori Finance lediglich um 1,0 Prozent verteuern. Das Unternehmen, das sich teilweise in Staatsbesitz befindet, verhandelt Pressemeldungen zufolge mit der Regierung über eine Kapitalerhöhung. Im Elektroniksektor stiegen Samsung Electronics um 1,4 Prozent und LG Electronics (066570.KS - Nachrichten) um 2,2 Prozent. Die Aktie des Speicherchip-Herstellers Hynix stieg um 1,1 Prozent.
In Taiwan konnte der TAIEX die gestrigen üppigen Kursgewinne noch einmal ausbauen. Er verbesserte sich heute um weitere 1,22 Prozent auf 6458 Zähler. Das Handelsvolumen ging aber im Vergleich zum Vortag zurück. Der Anstieg wurde erneut von den Finanzwerten getrieben, die von der Hoffnung auf künftige Kooperationen mit Instituten vom chinesischen Festland profitierten. Cathay Financial und Fubon Financial legten heute jeweils weitere 1,4 Prozent zu. Im Technologiebereich stiegen HTC um 1,6 Prozent, nachdem der Konzern in London sein neues Smartphone vorgestellt hatte. Die Aktie des Elektronik-Auftragsproduzenten Hon Hai Precision verbesserte sich um 1,5 Prozent. Im Halbleitersektor gewannen Taiwan Semiconductor 1,5 Prozent hinzu; United Microelectronics zogen um 2,4 Prozent an. Uneinheitlich entwickelten sich dagegen die Papiere der PC-Hersteller. Hier konnten sich Asustek um 0,7 Prozent verteuern. Dagegen gaben Acer 1,0 Prozent ab, nachdem der Chairman des Unternehmens vor einem neuen Nachfrage-Rückgang im Notebook-Bereich gewarnt hatte. Compal Electronics verloren 1,1 Prozent.
In Hongkong zog der Hang Seng Index heute um weitere 2,1 Prozent auf 18.275 Zähler an. Scheinbar mühelos schwang er sich damit gleichzeitig auch wieder über die 18.000-Punkte-Linie. Der China Enterprises Index verbesserte sich um 2,2 Prozent auf 10.764 Stellen. Gesucht waren insbesondere die Immobilienwerte, nachdem die US-Notenbank gestern indirekt erklärt hatte, die Zinsen noch für längere Zeit niedrig zu halten. Dies brachte in Hongkong New World Development um 7,6 Prozent und Henderson Land um 6,2 Prozent nach oben. Die Aktie von Sun Hung Kai Properties stieg um 5,0 Prozent, nachdem der Baukonzern Preiserhöhungen bei einem laufenden Wohnungsprojekt vorgenommen hatte. Daneben profitierten auch die Bankenwerte von der robusten Immobiliennachfrage. Hier stiegen Bank of China um 3,8 Prozent und ICBC (0349.HK - Nachrichten) um 3,5 Prozent. Die Aktie des Börsenbetreibers Hong Kong Exchanges & Clearing schob sich um 3,3 Prozent nach oben. Hier kochten erneut Spekulationen hoch, wonach möglicherweise bald auch die Anleger aus der Volksrepublik China in Hongkong handeln können. Im Rohstoffsektor erholten sich PetroChina um 1,9 Prozent und Yanzhou Coal Mining um 4,7 Prozent. Angang Steel wurden wegen des Funds eines riesigen Eisenerz-Vorkommens in China vom Handel ausgesetzt. Zuvor konnte sich die Aktie noch um 3,2 Prozent verbessern.
In China konnte sich der Shanghai Composite Index nochmals um moderate 0,1 Prozent auf 2925 Stellen verbessern.
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