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Frankfurt/Main (dpa) - Der Kampf um den Telekommunikations-Anbieter Freenet geht in die nächste Runde. Die Großaktionäre United Internet und Drillisch (Xetra: 554550 - Nachrichten) streben auf der Hauptversammlung am 8. August die Abberufung des kompletten Freenet (Xetra: A0EAMM - Nachrichten) -Aufsichtsrates an. Anschließend solle das Kontrollgremium neu gewählt werden und dann dem Vorstand das Vertrauen entziehen, berichtet
die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» in ihrer Freitagausgabe. Eine Freenet-Sprecherin bestätigte der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX den Eingang der Anträge. Die Einladung zur Hauptversammlung werde am Freitag aktualisiert.Gehe der Plan der Großaktionäre auf, sollen dann unter anderem der ehemalige E-Plus-Chef Uwe Bergheim und der 1&1-Vorstand Andreas Gauger als neue Aufsichtsratsmitglieder gewählt werden, berichtet die Zeitung weiter. Zudem solle die Hauptversammlung Sonderprüfungen beschließen, ob der Freenet-Vorstand beim Kauf der Debitel-Gruppe seine Pflichten verletzt habe und welche Umstände zur verzögerten Einberufung der Hauptversammlung geführt haben. Der Streit um Freenet zieht sich schon seit Monaten hin. United Internet (Xetra: 508903 - Nachrichten) und Drillisch, die gut 26 Prozent an Freenet halten, wollen das Unternehmen komplett übernehmen und zerschlagen. Der Internet- Konzern bekäme dann das DSL-Geschäft von Freenet und der Mobilfunk-Provider Drillisch die Handy-Sparte des Konkurrenten. Freenet beschloss aber die Übernahme des Mobilfunk-Anbieters Debitel, die diese Pläne torpediert. Zuletzt scheiterten United Internet und Debitel im Mai vor Gericht mit einem Versuch, die Debitel-Übernahme mit einer Einstweiligen Verfügung zu stoppen.
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