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München (ddp.djn). Eine halbe Million Fahrräder werden jährlich
gestohlen - Tendenz steigend. Eine Versicherung kann helfen, den
finanziellen Schaden zu begrenzen. Möglich ist die Absicherung über
eine Erweiterung der Hausratversicherung oder eine Spezialpolice. Die
erweiterte Hausratversicherung bietet in aller Regel nur einen
Basisschutz für die Alltagsräder.
Die Höhe der Versicherungssumme richtet sich nach der Absicherung
des Hausrats - meist sind Räder mit 1 bis 3 Prozent der
Versicherungssumme mitversichert. Dafür erhöht sich allerdings auch
die Versicherungsprämie.
Je nach Wohnort können das schon mal bis zu
40 Euro im Jahr sein. Und der Schutz ist eingeschränkt. So ist das
Fahrrad beispielsweise nur versichert, wenn es zwischen 6 und 22 Uhr
gestohlen wird oder außerhalb dieser Zeit in der Wohnung oder im
Keller stand.
Wer sein Fahrrad beispielsweise nachts immer an der Straße parkt
und abschließt, wird deshalb mit der erweiterten Hausratversicherung
keinen ausreichenden Versicherungsschutz bekommen. Da die
Versicherungssumme für alle Räder im Haushalt zählt, sollte gut
überlegt werden, ob die Versicherungssumme ausreichend ist oder ob
sie nicht entsprechend erhöht werden muss.
Die Alternative zur Hausratversicherung sind
Spezialversicherungen, die - ähnlich der Autokasko - verschiedene
Risiken abdecken. Die günstigeren Policen schützen vor allem vor den
finanziellen Folgen des Diebstahls und kosten im günstigsten Fall um
die 50 Euro im Jahr. Versichert sind dann aber nur gestohlene Räder
im Wert bis 500 Euro. Schon bei der doppelten Versicherungssumme
steigt auch die Prämie entsprechend. 200 Euro und mehr werden dann
jährlich verlangt.
Wer einen umfassenderen Vollkasko-Schutz etwa gegen Unfallschäden
oder mutwillige Beschädigung wünscht, der kann ohne Weiteres bis zu
280 Euro zahlen. Wichtig ist bei den Spezialpolicen das
Kleingedruckte. So ersetzen nur wenige Versicherer bei einem
Diebstahl ein gleichwertiges Fahrrad - einige Policen sehen einen
Abzug vor, wenn das Rad älter als 1 Jahr ist. Bei 3 oder 4 Jahre
alten Rädern bekommt der Versicherte vielleicht weniger als 80
Prozent der Versicherungssumme und muss für ein neues Rad kräftig
draufzahlen.
Andere Versicherer zahlen nur eine Höchstsumme beim Diebstahl -
Kunden sollten darauf achten, dass ihr Vertrag nicht solchen
Einschränkungen unterliegt oder sie mit den Einschränkungen gut leben
können. Das gilt auch für Klauseln, die in der Praxis schwer
einzuhalten sind, wenn etwa das Rad nachts im Keller oder einem
anderen abgeschlossenen Raum steht und eine solche
Unterbringungsmöglichkeit nicht zur Verfügung steht. Und manche
Versicherer koppeln den Schutz auch an die Verwendung bestimmter
Markenschlösser, die ihrerseits einiges kosten.
Beim letzten Test der Stiftung Warentest schnitt der ARAG
Top-Schutz sehr gut ab, der für eine Prämie von 76 bis 232 Euro, je
nach Wert des Fahrrades, einen Vollkaskoschutz anbietet, der neben
Diebstahlsschäden auch solche durch Vandalismus oder Unfall abdeckt.
Gleichzeitig bietet die Police auch einen Schutzbrief mit
zusätzlichen Leistungen wie Krankenrücktransport nach einem Unfall
oder der Erstattung von Fahrtkosten an, wenn das Rad nicht mehr
fahrtüchtig ist. Den gesamten Test gibt es im Internet unter
stiftung-warentest.de.
ddp.djn/ome/nas/
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