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München (ddp) Der von der Insolvenz bedrohte Modekonzern Escada
schließt einen Antrag auf Staatshilfe nicht mehr aus
Grundvoraussetzung sei jedoch die erfolgreiche Restrukturierung,
sagte ein Escada-Sprecher am Freitag Zuvor hatte Escada das
angekündigte Umtauschangebot an seine Anleihegläubiger vorgelegt
Notwendig ist eine Zustimmung von 80 Prozent der Anleihegläubiger bis
zum 31 Juli.
Die Frage eines Antrags auf Staatshilfe stelle sich deshalb vor
Ende Juli oder Anfang August nicht, sagte der Unternehmenssprecher
Wenn überhaupt, werde Escada erst nach diesem Zeitpunkt einen Antrag
auf Staatshilfe
stellen
Bei der Hauptversammlung am 28 April hatte der
Vorstandsvorsitzende Bruno Sälzer Staatshilfe noch ausgeschlossen
Die verschiedenen Fördermaßnahmen der Bundesregierung kämen für
Escada nicht in Frage, denn das Unternehmen habe sich bereits «vor
der Krise in der Krise befunden, hieß es damals
Am Freitag sagte Sälzer jedoch zum Thema Staatshilfe, Escada prüfe
alle Möglichkeiten Der Vorstandsvorsitzende erläuterte diese Aussage
nicht weiter Auch der Unternehmenssprecher konnte dazu keine
weiteren Angaben machen
Escada kämpft derzeit ums Überleben In den vergangenen Monaten
hat der Modekonzern die zur Tochtergesellschaft Primera gehörenden
Beteiligungen veräußert Die weiteren Sanierungsmaßnahmen hängen im
Wesentlichen vom erfolgreichen Anleiheumtausch ab Wie aus den am
Freitag vorgelegten Konditionen für das Umtauschangebot hervorgeht,
sollen die Anleihegläubiger bei Annahme der Offerte auf die
Rückzahlung eines Teils ihrer Forderungen verzichten
ddpdjn/rab/pon
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