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Mainz (ddp-rps) Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister
Hendrik Hering (SPD) hat geplante Sparmaßnahmen bei der Deutschen
Post AG scharf kritisiert. Die Post habe die Absicht, montags
erheblich weniger Briefträger einzusetzen als bisher, sagte Hering am
Freitag in der Fragestunde des Mainzer Landtags. Dies sei «nichts als
der Versuch», zulasten der schwächeren Regionen insbesondere auf dem
Land «Kosten zu sparen», kritisierte der Minister.
Zudem drohe gerade im ländlichen Raum eine Verschlechterung der
Postversorgung, wenn dort zunehmend die vorgesehene Frist, Sendungen
am nächsten Tag zuzustellen, nicht eingehalten würde
«Wir werden
dies nicht hinnehmen», betonte Hering.
Nach Angaben der SPD-Landtagsfraktion plant die Post, die Arbeit
an Wochenenden einzuschränken So sollen in 16 der bundesweit 82
Briefzentren am Sonntag keine Post mehr sortiert und montags deutlich
weniger Briefträger eingesetzt werden. Die Landesregierung werde
diese Themen in den entsprechenden Kontrollgremien der Post
ansprechen, versprach der Minister. Einen Vorfall bei der
Kommunalwahl Anfang Juni, bei dem rund 300 Wahlbriefe in Landau erst
einen Tag nach der Wahl zugestellt wurden, bezeichnete Hering aber
als Einzelfall.
Die Post AG habe dort eingestanden, dass wegen einer falschen
Etikettierung die Sonntagszustellung nicht durchgeführt wurde Auf
eine allgemeine Unzuverlässigkeit bei der Zustellung der Wahlbriefe
könne daraus nicht geschlossen werden. Der Minister verwies darauf,
dass generell die Stimmberechtigten die Verantwortung dafür trügen,
ihre Wahlbriefe rechtzeitig abzugeben. «Das betrifft auch die
Transportgefahr durch die Deutsche Post AG», fügte Hering hinzu.
(ddp)
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