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ROUNDUP: Europas Banken parken Milliarden bei EZB
Freitag 26. Juni 2009, 12:29 Uhr

 

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der jüngsten Rekord-Geldspritze der Europäischen Zentralbank (EZB) parken viele Banken jetzt Milliarden an Euro bei der Notenbank. In der Nacht zu Freitag lagerten sie 143,4 Milliarden Euro auf Einlagekonten der EZB, wie die Notenbank am Freitag im Internet mitteilte. In der Nacht zuvor waren lediglich 7,4 Milliarden Euro auf diesen Konten geparkt worden.

BANKEN KÖNNEN FLEXIBLER REAGIEREN

Für die Banken macht das trotzdem Sinn, weil sie damit flexibel auf künftigen Liquiditätsbedarf reagieren können. Kritiker hatten dagegen argumentiert, die hohe Geldversorgung sei gar nicht nötig, da die Banken über
genügend flüssige Mittel verfügten und Geld nur deshalb nicht an Firmen verliehen, weil ihnen das Risiko zu groß sei. Zudem reduzierten die Milliarden den Handlungsspielraum der EZB und beförderten mittelfristig eine Inflation. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatte die Banken am Mittwoch aufgefordert, das Geld auch tatsächlich an die Unternehmen weiterzureichen.

Trotz des massiven Anstiegs der Einlagen bei der EZB wurde damit kein Rekordwert erreicht. Durch die Finanzkrise waren Anfang des Jahres zeitweise sogar mehr als 300 Milliarden Euro bei der EZB geparkt worden, weil sich die Banken aus Misstrauen untereinander gegenseitig kein Geld leihen wollten. Bei der Rekord-Geldspritze in dieser Woche hatte die EZB erstmals Geld für ein ganzes Jahr zur Verfügung gestellt. Üblich sind Geschäfte von wenigen Wochen oder Monaten. Banken konnten sich zudem soviel Geld leihen wie sie wollten. Wie üblich müssen sie dafür aber Sicherheiten hinterlegen./rg/DP/js

 

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