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Berlin (ddp) Der steigende Euro macht den deutschen Exporteuren
zunehmend zu schaffen. «Die aktuelle Euro-Stärke kommt zur Unzeit,
die Auswirkungen der Finanzmarktkrise sind noch nicht bewältigt»,
sagte Reinhard Kudiß, Ökonom beim Bundesverband der deutschen
Industrie (BDI), der «Berliner Zeitung» (Montagausgabe). Der starke
Euro mache deutsche Waren in anderen Ländern tendenziell teurer. Um
Marktanteile zu sichern oder zu erobern, setzten viele Unternehmen
daher ihre Preise herab: «Die Euro-Stärke wirkt wie eine Steuer auf
deutsche Produkte», sagte der BDI-Ökonom.
Zwar würden rund 80 Prozent aller deutschen Exportwaren in Euro
abgerechnet, seien also von der Dollar-Schwäche direkt nicht
betroffen, sagte Kudiß Doch erwachse der hiesigen Industrie aus dem
starken Euro neue Konkurrenz: US-Unternehmen könnten ihre Waren auch
in der Euro-Zone preiswerter anbieten. Und da die chinesische Währung
Yuan an den Dollar gekoppelt sei, verbilligten sich auch Chinas Waren
auf dem Weltmarkt.
(ddp)
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